{"id":46426,"date":"2026-05-22T11:08:16","date_gmt":"2026-05-22T09:08:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30009-158\/"},"modified":"2026-05-22T11:08:21","modified_gmt":"2026-05-22T09:08:21","slug":"30009-158","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30009-158\/","title":{"rendered":"Mechanistische Untersuchungen zur hydrothermalen Karbonisierung von Biomasse zu Bio-Kohle im Hinblick auf die energetische Nutzung"},"content":{"rendered":"<p>Mechanistische Untersuchungen zur hydrothermalen Karbonisierung von Biomasse zu &#8220;Bio-Kohle&#8221; im HinblDer Energiebedarf w\u00e4chst st\u00e4ndig w\u00e4hrend jedoch die fossilen Energietr\u00e4ger wie Erd\u00f6l, Kohle und Gas verknappen. Ferner steht deren Verwendung im  Verdacht einen dramatischen Anstieg der CO2 &#8211; Konzentration in der Atmosph\u00e4re hervorzurufen und dementsprechend zum Treibhauseffekt beizutragen. Neben Sonnenenergie, Wind &#8211; oder Wasserkraft z\u00e4hlt die energetische Nutzung von Biomasse zu den alternativen Strategien. Ein Vorteil gegen\u00fcber den anderen alternativen Technologien besteht darin, dass die Biomasse bedarfsorientiert eingesetzt werden kann. Schlie\u00dflich k\u00f6nnte sie zu ca. 10 % des Prim\u00e4renergiebedarfs Europas beitragen. Dieses Potential gilt es m\u00f6glichst gut auszunutzen.Die Energieerzeugung aus Biomasse im Vergleich zu fossilen Energietr\u00e4gern bietet einen Weg zur Verringerung der Emission von Treibhausgasen, da bei der Biomasseverbrennung lediglich so viel CO2 entsteht, wie zuvor beim Pflanzenwachstum assimiliert wurde. Die in der Biomasse enthaltene Energie kann durch verschiedenes Verfahren in h\u00f6herwertige Energietr\u00e4ger wie Gas (CH4 , CO und H2 ), \u00d6l und Kohle umgewandelt werden. Eines der Verfahren die auf Kohle als Hauptprodukt zielen ist die hydrothermale Karbonisierung (engl. Hydro Thermal Carbonization, HTC). Die durch die hydrothermale Karbonisierung erhaltene Kohle weist einen hohen Kohlenstoffanteil und einen erh\u00f6hten Heizwert gegen\u00fcber der eingesetzten Biomasse auf und ist in diesen Eigenschaften vergleichbar mit Braunkohle. Unter energetischer Ansicht stellt die Verwendung der Biokohle eine Alternative zu konventionellen Brennstoffen dar und ist zudem umweltfreundlich, weil bei der Verbrennung keine Treibhausgase aus fossilen Quellen freigesetzt werden.ZieleIm Rahmen des Forschungsvorhabens sollen neben Experimenten mit Biomasse wie Stroh, Gras und Holz vorwiegend mechanistische Untersuchungen durchgef\u00fchrt werden. Hierbei soll zun\u00e4chst die schnelle Bildung der Bio-Kohle aus Lignin und Zellulose betrachtet werden. Daf\u00fcr sollen auch Modellsubstanzen wie etwa kommerzielle Fichten-Zellulose und Kraft-Lignin herangezogen werden. In Bezug auf den allm\u00e4hlichen Aufbau des Feststoffs sollen weitere Schl\u00fcsselmolek\u00fcle in der Reaktionsl\u00f6sung und die entsprechenden Reaktionspfade identifiziert werden. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen mit Hilfe dieser Ergebnisse globalkinetische Parameter wie die Aktivierungsenergie des Feststoffaufbaus abgesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mechanistische Untersuchungen zur hydrothermalen Karbonisierung von Biomasse zu &#8220;Bio-Kohle&#8221; im HinblDer Energiebedarf w\u00e4chst st\u00e4ndig w\u00e4hrend jedoch die fossilen Energietr\u00e4ger wie Erd\u00f6l, Kohle und Gas verknappen. Ferner steht deren Verwendung im Verdacht einen dramatischen Anstieg der CO2 &#8211; Konzentration in der Atmosph\u00e4re hervorzurufen und dementsprechend zum Treibhauseffekt beizutragen. 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