{"id":46342,"date":"2026-05-22T11:06:35","date_gmt":"2026-05-22T09:06:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30007-065\/"},"modified":"2026-05-22T11:06:39","modified_gmt":"2026-05-22T09:06:39","slug":"30007-065","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30007-065\/","title":{"rendered":"Organische Inhaltsstoffe aus chemischen Enteisungsmitteln zur Anwendung auf Flugh\u00e4fen in der aquatischen Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>Organische Inhaltsstoffe aus chemischen EnteisungsmittelnAdditive aus chemischen Enteisungsmitteln in der aquatischen Umweltvon Aliz KissIm Rahmen meiner Stipendiumarbeit untersuche ich am Institut f\u00fcr Umweltsystemforschung (USF) an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck den Eintrag von Additiven aus Flugzeugenteisungsmitteln in die aquatische Umwelt.Benzotriazole wie 1-H-Benzotriazol (BT), 4-Methyl-Benzotriazol (4-Me-BT) und 5-Methyl-Benzotriazol (5-Me-BT), sind Additive in Enteisungsmitteln, die als Korrosionsschutz Flugzeugenteisungsmitteln zugesetzt werden.  Benzotriazole sind im Hinblick auf den Gew\u00e4sserschutz schon alleine aufgrund der gro\u00dfen Ausbringungsvolumima von Enteisungsmitteln bedeutsam. Aber auch aufgrund ihrer schlechten biologischen Abbaubarkeit und ihrer toxikologischen Wirkung (Cancilla et al., 1997) muss das Auftreten dieser Stoffe in der Umwelt kontrolliert werden. Au\u00dferdem m\u00fcssen die Eintragsquellen f\u00fcr diese Stoffe identifiziert und die Eintragsmengen quantifiziert werden. Nur so k\u00f6nnen bei Erreichen eines f\u00fcr aquatische Organismen bedenklichen Wertes oder beim Auftreten dieser Stoffe im Trinkwasser entsprechende Ma\u00dfnahmen ergriffen werden.Nach einer Literaturrecherche habe ich dennoch wenige Studien \u00fcber das Auftreten von Benzotriazolen in der aquatischen Umwelt gefunden. Der Grund f\u00fcr die geringe Datenbasis zum Auftreten von Benzotriazolen in der Umwelt k\u00f6nnte sein, dass das Thema Additive aus Flugzeugenteisungsmitteln vor allem in Deutschland noch relativ neu ist. Im Gegensatz zu den USA,  Kanada und der Schweiz gibt es meines Wissens nach nur die Arbeiten von Weiss et al. (2006), die sich mit dem Auftreten von Benzotriazolen in der Umwelt in Deutschland besch\u00e4ftigen. Ein weiterer Grund k\u00f6nnte sein, dass die Stoffe relativ polar sind, und daher sowohl f\u00fcr die Festphasenextraktion als auch f\u00fcr die gaschromatographische Analyse spezielle Adsorbermaterialien eingesetzt werden m\u00fcssen. Somit geh\u00f6rt die Analyse von Benzotriazolen in Wasser nicht zur Routineanalytik in Laboren, die Umweltmonitorings durchf\u00fchren. Die Analytik der Benzotriazole im Wasser basiert auf einer Extraktion der Stoffe aus den w\u00e4ssrigen Proben und einer anschlie\u00dfenden chromatographischen Trennung. Die Arbeiten f\u00fchre ich im neu eingerichteten Labor f\u00fcr Umweltanalytik des Instituts f\u00fcr Umweltsystemforschung (USF) an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck durch. Als Analysenger\u00e4t steht mir ein GC\/MS- System zur Verf\u00fcgung. Der GC ist mit einem Autosampler ausgestattet. Ich habe mich zun\u00e4chst in die Technik der Gaschromatorgrapghie\/Massenspektrometrie (GC\/MS) eingearbeitet. Ich habe Standardl\u00f6sungen von 1-H-Benzotriazol hergestellt und diese mittels GC\/MS analysiert. Dazu habe ich eine Methode entwickelt, die es m\u00f6glich macht, die Stoffe mit GC\/MS in Wasser in sehr niedrigen Konzentrationen (im Nanogramm pro Liter Bereich) nachzuweisen. In den n\u00e4chsten Monaten meines Stipendiums m\u00f6chte ich die Analysemethode weiter entwickeln. Aufgrund der sehr niedrigen Konzentrationen der Additive in Umweltproben ist ein Anreicherungsschritt vor der eigentlichen GC\/MS Analyse notwendig. Ich m\u00f6chte dazu die Festphasenextraktion (Solid-phase-extraction, SPE) einsetzen. Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich Standardl\u00f6sungen herstellen und die Bedingungen f\u00fcr die Festphasenextraktion im Labor optimieren. Weiterhin plane ich Abwasserproben aus der Kl\u00e4ranlage Greven und Flusswasserproben aus dem Rhein zu  entnehmen und die Additive mittels der von mir entwickelten SPE\/GC-MS Methode in den Umweltproben zu quanitfizieren. Au\u00dferdem m\u00f6chte ich einen Bericht erstellen, um die Ergebnisse der Methodenentwicklung sowie die Ergebnisse der Umweltmessungen darzustellen und zu interpretieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Organische Inhaltsstoffe aus chemischen EnteisungsmittelnAdditive aus chemischen Enteisungsmitteln in der aquatischen Umweltvon Aliz KissIm Rahmen meiner Stipendiumarbeit untersuche ich am Institut f\u00fcr Umweltsystemforschung (USF) an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck den Eintrag von Additiven aus Flugzeugenteisungsmitteln in die aquatische Umwelt.Benzotriazole wie 1-H-Benzotriazol (BT), 4-Methyl-Benzotriazol (4-Me-BT) und 5-Methyl-Benzotriazol (5-Me-BT), sind Additive in Enteisungsmitteln, die als Korrosionsschutz Flugzeugenteisungsmitteln zugesetzt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2474],"class_list":["post-46342","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-ungarn"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30007\/065","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Kiss","dbu_stipendiaten_vorname":"Aliz","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2007-09-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2008-07-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck<br>Institut f\u00fcr Umweltsystemforschung","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Elke Fries","dbu_stipendiaten_email_dienst":"akiss@usf.uos.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46342","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46342\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60054,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46342\/revisions\/60054"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46342"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46342"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46342"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}