{"id":46337,"date":"2026-05-22T11:06:35","date_gmt":"2026-05-22T09:06:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30007-060\/"},"modified":"2026-05-22T11:06:35","modified_gmt":"2026-05-22T09:06:35","slug":"30007-060","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30007-060\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer Rauminformationsmethode zur Feuchgebietsabgrenzung"},"content":{"rendered":"<p>Entwicklung einer Rauminformationsmethode zur FeuchgebietsabgrenzungIm Rahmen meiner Diplomarbeit habe eine Rauminformationsmethode zur Abgrenzung der Feuchtgebiete von Ungarn ausgearbeitet. Die Abgrenzung l\u00e4uft nach einheitlichen Grunds\u00e4tzen ab, hat eine aktuelle Thematik und eine detaillierter Aufl\u00f6sung, als derzeit vorhanden ist. Die Abgrenzung wurde noch nicht in der Praxis ausprobiert und verifiziert.Die Zielstellungen des Forschungsaufenthaltes waren die folgenden:-\tpraktische Erprobung und Verifizierung der Methode im Rahmen von internationalen Projekten,-\tetwaige Modifizierung, Anpassung mit den ausl\u00e4ndischen Gegebenheiten, &#8211;\tErweiterung und Weiterentwicklung,-\tetwaige Anwendung in anderen EU-L\u00e4ndern,-\tEntwicklung einer komplexen Vorgehensweise zur Renaturierung und nachhaltigen Nutzung von Feuchtgebieten.Die Vorgehensweise des Forschungsaufenthalts an der Humboldt Universitat wurde in zwei Richtungen festgesetzt: 1.)\tAnhand der IST-Analyse ausgew\u00e4hlter deutschsprachiger Biotopkartierungsverfahren und Moorschutzprogramme sollen Schlussfolgerungen f\u00fcr den ungarischen Ansatz gezogen werden. 2.)\tEinbeziehung in das BMBF-Verfahren und ab Ende November in das damit zusammenh\u00e4ngende EU-Antragsverfahren (7. Rahmenprogramm; Call: 6.1.1.3. Der globale Kohlenstoff-Zyklus ? Der Treibhausgashaushalt). Aufgrund der bisher ? w\u00e4hrend des Forschungsaufenthaltes ? durchgef\u00fchrten Analysen und Untersuchungen k\u00f6nnen die folgenden Schlussfolgerungen gezogen werden: Moorschutz und Biotopkartierung in DeutschlandDefizite:-\tEin Moorschutzkonzept auf Bundesebene ist nicht vorhanden. &#8211;\tDie Zielstellungen, die Schwerpunktsetzung, die Instrumente, die Umsetzung und die Finanzierung der regionalen Moorschutzprogramme und -konzepte sind unterschiedlich.-\tEin Programm zur Kontrolle der durchgef\u00fchrten Moorschutzma\u00dfnahmen existiert nicht.-\tEine landesweite fl\u00e4chendeckende Luftbefliegung ist nicht durchgef\u00fchrt worden.-\tEin einheitliches bundesweites Biotopkartierungsverfahren ist nicht vorhanden.Vorteile:-\tIn den Bundesl\u00e4ndern mit relativ unfangreichen Moorfl\u00e4chen sind Moorschutzkonzepte bzw. ?programme vorhanden.-\tIn Brandenburg ist eine fl\u00e4chendeckende Biotopskartierung durchgef\u00fchrt.-\tIn den Bundesl\u00e4ndern mit Moorschutzprogramme und -konzepte sind Biotopkartierungen durchgef\u00fchrt.-\tDie Daten der Biotopkartierung in Brandenburg sind im Rahmen des Projekts ?PEPGIS? im Internet zug\u00e4nglich, k\u00f6nnen visualisiert und ausgewertet werden.-\tDer Moorschutz hat eine Tradition in Deutschland; Erfahrungen sind vorhanden; &#8211;\tdeutliche Ergebnisse sind schon erreicht.Moorschutz in der Schweiz-\tEinheitliche Schutzziele auf Landesebene im Rahmen von gesetzlichen Verordnungen sind definiert.-\tBundesinventare zum Auflisten der national bedeutsamen Moore und Moorlandschaften liegen vor. &#8211;\tF\u00fcr die einzelnen Moorobjekte liegen Schutz- und Pflegepl\u00e4ne vor.-\tEine landesweite fl\u00e4chendeckende Luftbildbefliegung ist durchgef\u00fchrt.-\tMit Hilfe der erstellten Luftbilder (CIR) ist eine einheitliche fl\u00e4chendeckende Biotopkartierung durchgef\u00fchrt.-\tProgramm zur Kontrolle und Evaluierung der Auswirkungen des Moorschutzes auf die Natur ist vorhanden.Handlungsbedarf in UngarnIm Bereich Biotopkartierung:-\tEine fl\u00e4chendeckende Luftbefliegung muss durchgef\u00fchrt werden.-\tAufgrund der erstellten Luftbilder muss die vorhandene Biotopdatenbasis kontrolliert und pr\u00e4zisiert werden.-\tEin landesweites Biotopmonitoringprogramm muss zustandegebracht werden.Im Bereich Moorschutz:-\tEin Moorschutzkonzept muss ausgearbeitet werden: &#8211;\tein einheitliches Rahmenschutzprogramm auf Landesebene + regionale Schutz- und Pflegeprogramme in den betroffenen Regionen &#8211;\t(Kis-Balaton, Ramsar-Gebiete).-\tEine landesweite fl\u00e4chendeckende Feuchtgebietsabgrenzung und -datenbasis muss erstellt werden.-\tEin spezielles Monitoringprogramm f\u00fcr die Feuchtgebiete muss erstellt werden.-\tIm Rahmen des Klimaschutzes m\u00fcssen spezielle Programme und Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Feuchtgebiete ausgearbeitet werden.-\tIn der Naturschutzpolitik und im allgemeinen Bewusstsein muss den Feuchtgebieten noch gr\u00f6\u00dfere Aufmerksamkeit geschenkt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung einer Rauminformationsmethode zur FeuchgebietsabgrenzungIm Rahmen meiner Diplomarbeit habe eine Rauminformationsmethode zur Abgrenzung der Feuchtgebiete von Ungarn ausgearbeitet. 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