{"id":46305,"date":"2026-05-22T11:06:16","date_gmt":"2026-05-22T09:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30007-021\/"},"modified":"2026-05-22T11:06:20","modified_gmt":"2026-05-22T09:06:20","slug":"30007-021","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30007-021\/","title":{"rendered":"Schorfresistente Apfelsorten"},"content":{"rendered":"<p>Schorfresistente ApfelsortenDie umweltschonende integrierte Produktion (IP) von Kernobst ist in den Obstanbaugebieten heute als Standart auszusehen. Zudem gewinnt die Erzeugung von Obst nach den Richtlinien des \u00f6kologischen Landbaus an Bedeutung. Eine starke Fl\u00e4chenzunahme ist auch im Obstanbau in der Bodenseeregion zu verzeichnen. Allein 2006 wurden am See 120 ha Obstfl\u00e4che auf \u00f6kologische Produktion umgestellt. Die Forschung in den letzten Jahren f\u00fchrte zu verbesserten produktionstechnischen Rahmenbedingungen im Pflanzenschutz und Anbau. Qualitativ hochwertige und geschmacklich gute schorfresistente Sorten stehen dem Anbau zur Verf\u00fcgung. Auch der extensive Obstbau und die Liebhaberanbau w\u00fcnschen sich Sorten, die einen geringen Pflanzenschutzaufwand ben\u00f6tigen.Schorf (Venturia inaequalis) ist die h\u00e4ufigste Pilzkrankheit beim Kernobst. Um sich vor dieser Krankheit zu sch\u00fctzen, m\u00fcssen die Obstbauer bei anf\u00e4lligen Sorten in jeder Vegetationsperiode mindestens etwa acht bis zehn Fungizidbehandlungen durchf\u00fchren. Durch Anpflanzen von resistenten Sorten reduziert man die Zahl der Pestizidspritzungen und verringert damit wesentlich die Umweltbelastung und spart gleichzeitig an Produktionskosten.Um den notwendigen Einsatz von Pflanzenbehandlungsmitteln noch weiter zu reduzieren, kommt der Sichtung des Sortenspektrums bei Apfel auf vorhandene Resistenzen eine gro\u00dfe Bedeutung zu. Die Sortenwahl ist ein entscheidendes Kriterium f\u00fcr einen \u00f6kologisch sinnvollen und wirtschaftlichen Apfelanbau. Die Eignung einer Sorte in einer Region bestimmen klimatische Bedingungen wie Temperaturen, Niederschlagsmengen, Sonnenscheinstunden und Frostgef\u00e4hrdung. Es gibt viele neue interessante Apfelsorten mit Resistenzeigenschaften, regionalspezifische Anbauerfahrungen liegen hierzu h\u00e4ufig aber noch nicht vor. Nicht jede Sorte passt daher an jeden Standort. Die obstbauliche Praxis braucht deshalb abgesicherte Sortenempfehlungen f\u00fcr anbauw\u00fcrdige, marktf\u00e4hige Sorten. Au\u00dferdem m\u00fcssen die Resistenz- und Leistungseigenschaften der Sorten \u00fcber einen l\u00e4ngeren Beobachtungszeitraum, m\u00f6glichst an unterschiedlichen Standorten getestet werden.  Im Jahre 2005 wurde der Arbeitskreis ?Sorten f\u00fcr die Bodenseeregion? gegr\u00fcndet. Er wird speziell die Eignung der neuen zukunftsweisenden Apfelsorten im \u00f6kologischen Anbau im Bodenseegebiet pr\u00fcfen. Es wurde 6 schorfresistente Apfelsorten (Collina, Greenstar, Modi, Sansa, Santana und Rubinola) vergeben, die an 5 \u00d6ko &#8211; Betriebe gepr\u00fcft werden. Die Betriebsleiter f\u00fchren hier regelm\u00e4\u00dfig die Dokumentation aller durchgef\u00fchrter Pflege- und Pflanzenschutzma\u00dfnahmen. Es m\u00fcssen vor allem die Reifezeit, die Bildung von Inhaltstoffen und die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Krankheiten und Sch\u00e4dlinge beachtet werden. Unsere Aufgabe im Kompetenzzentrum Obstbau &#8211; Bodensee ist die Sortenauswahl, Baumbeschaffung (Kosten, Lizenzen,&#8230;), Datenerhebung, Laboranalysen und Auswertung. Die gesammelten Ergebnisse und Erfahrungen werden in Zusammenarbeit mit den Beratern in Gruppentreffen vor Ort mit den Obstbauern ausgetauscht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schorfresistente ApfelsortenDie umweltschonende integrierte Produktion (IP) von Kernobst ist in den Obstanbaugebieten heute als Standart auszusehen. Zudem gewinnt die Erzeugung von Obst nach den Richtlinien des \u00f6kologischen Landbaus an Bedeutung. Eine starke Fl\u00e4chenzunahme ist auch im Obstanbau in der Bodenseeregion zu verzeichnen. Allein 2006 wurden am See 120 ha Obstfl\u00e4che auf \u00f6kologische Produktion umgestellt. 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