{"id":46280,"date":"2026-05-22T11:06:02","date_gmt":"2026-05-22T09:06:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/23100-175\/"},"modified":"2026-05-22T11:06:07","modified_gmt":"2026-05-22T09:06:07","slug":"23100-175","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/23100-175\/","title":{"rendered":"Umweltg\u00fctezeichen z. B. Blauer Engel"},"content":{"rendered":"<p>Umweltg\u00fctezeichenIch bin Zsuzsanna Lukoviczki, \u00d6konom, 24 Jahre alt, komme aus B\u00e9k\u00e9scsaba, Ungarn. Ich habe mein Diplom an der Corvinus Universit\u00e4t Budapest erworben, wo ich meine Diplomarbeit \u00fcber die ungarische Umweltkennzeichnung geschrieben habe. Im Rahmen des Stipendiums wollte ich mich sowohl mit dem deutschen und als auch mit dem europ\u00e4ischen Umweltzeichensystem besch\u00e4ftigen. Mein Praktikumsort ist das Umweltbundesamt in Dessau in der Fachgebiet f\u00fcr Umweltkennzeichnung, Umweltdeklaration, Umweltfreundliche Beschaffung. Mein Chef ist Dr. Hans-Hermann Eggers. Am Anfang des Stipendiums hatte ich die Aufgabe, viele Studien \u00fcber das deutsche Umweltzeichensystem zu lesen, um den Blauen Engel, sein Vergabeverfahren, seine Vergabegrundlagen, und sein Marketing zu erkennen. Es war sehr interessant einen st\u00e4ndigen Vergleich mit dem ungarischen Umweltzeichensystem zu machen. Der Blaue Engel existiert seit fast 30 Jahren, er ist das erste Umweltzeichen der Welt. Das ungarische Umweltzeichensystem existiert erst seit 13 Jahren, hat wenigere Erfahrungen und viel weniger Anerkennung in Ungarn. Es hat mit der Umweltbewusstheit der Leute viel zu tun, und auch mit der Finanzierung des Systems. Konkrete Arbeit, wie z.B. die Ausarbeitung der Vergabegrundlagen habe ich im Thema Blauer Engel nicht gemacht, weil ich kein Ingenieur bin, aber immer wenn es m\u00f6glich war, habe ich an den Bespechungen teilgenommen, um diese Seite des Systems besser zu kennen.Einige Zeit sp\u00e4ter einer meiner Kollegen (Herr L\u00f6we) hat mich darum gebeten, ihm bei dem Europ\u00e4ischen Umweltzeichen, bei der Blume zu helfen. Er ist der Einzige, der im Umweltbundesamt mit dem europ\u00e4ischen Umweltzeichen besch\u00e4ftigt ist. Das wichtigste, was mit der Blume jetzt passiert, ist der Revisionsprozess des Systems. Die Europ\u00e4ische Kommission m\u00f6chte das System verbessern, um gr\u00f6\u00dfere Anerkennung und mehrere Zeichenanwender zu erwerben. Es gibt mehrere Studien \u00fcber den Revisionsprozess, den ich lesen und analysieren sollte, um sp\u00e4ter mit diesem Thema besch\u00e4ftigen zu k\u00f6nnen. Ich sollte dann ein Referat halten, was meine Meinung \u00fcber den Revisionsprozess ist, was f\u00fcr Vorschl\u00e4ge ich habe, wie w\u00e4re es gut f\u00fcr Deutschland und f\u00fcr Ungarn, usw. Ich und mein Kollege arbeiten eine Konzeption aus, was dann an die Bundesministerium Umwelt weitergeleitet wird, die dann eine letzte Konzeption f\u00fcr den Staat ausarbeitet. Alle Mitgliedstaaten der EU sollen das machen. Jetzt ist der Revisionsprozess in der \u00f6ffentlichen Konsultationsphase (zweite Phase), wenn die \u00d6ffentlichkeit die Vorschl\u00e4ge werten kann.(http:\/\/ec.europa.eu\/yourvoice\/ipm\/forms\/dispatch?form=ecolabel) Der ganze Revisionsprozess dauert \u00fcbrigens 3 Jahre, w\u00e4hrend des Stipendiums wird er noch nicht beenden. Also ich kann an einem Schnitt dieses Revisionsprozess  teilnehmen.Mitte Dezember gab es die n\u00e4chsten Sitzungen der EUEB (European Union Eco-labelling Board) in Br\u00fcssel. Dank meinem Chef und meinem Kollegen, hatte ich die M\u00f6glichkeit mit meiner Kollegen an den Sitzungen in Br\u00fcssel, Belgium teilzunehmen. Diese Reise nach Br\u00fcssel war das gr\u00f6\u00dfte Erlebnis, was ich beruflich je erlebt habe. Alles was ich \u00fcber den Revisionsprozess und den Betrieb des europ\u00e4ischen Umweltzeichensystems bisher gelesen habe, ist lebendig geworden, ich habe es erlebt, wie die Mitgliedstaaten auf der Ebene der Europ\u00e4ischen Union verhandeln, wie die Vergabegrundlagen f\u00fcr die Blume entstehen, wie die Staaten ihre Interesse sch\u00fctzen, wie geht es mit der Abstimmungen, usw. Das war f\u00fcr mich sehr interessant. Am Ende der Sitzungen sollte ich ein Protokoll schreiben, das an den Kollegen in unser Fachgebiet verbreitet wurde. In den n\u00e4chsten Wochen bereite ich und mein Kollege die Presidentensitzung der EUEB vor. Ab 1. Januar 2007 hat Deutschland die EU-Ratspr\u00e4sidentschaft wahrgenommen. Auf diesem Grund, die h\u00e4lbj\u00e4hrige Presidentensitzung wird in Berlin am 30-31 Mai stattfinden. Obwohl ich dann keine Stipendiatin mehr werde, und ich in Deutschland nicht sein werde, hat mich mein Kollege eingeladen, an diesen Sitzungen und Workshops teilzunehmen und meine Erfahrungen \u00fcber das europ\u00e4ischen Umweltzeichensystem zu erh\u00f6hen. Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Stipendium gewonnen habe. Ich hatte die M\u00f6glichkeit, mich mit dem Thema zu besch\u00e4ftigen, das mich sehr interessiert, und wo man sehr viele internationale Erfahrungen bekommen kann und diese Erfahrungen dann auch zu Hause verwerten kann. Ich habe in diesem Programm auch sehr viele nette Leute kennengelernt, mit den ich die Verbindung aufrechterhalten m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umweltg\u00fctezeichenIch bin Zsuzsanna Lukoviczki, \u00d6konom, 24 Jahre alt, komme aus B\u00e9k\u00e9scsaba, Ungarn. 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