21.09.2020-22.09.2020 | Krematorium – Stand der Technik und Entwicklungstendenzen

Am 21. und 22. September 2020 findet im DBU Zentrum für Umweltkommunikation eine Tagung zum Thema "Krematorium – Stand der Technik und Entwicklungstendenzen" statt

Programm Tagung "Krematorium – Stand der Technik und Entwicklungstendenzen"
2658.44 kB - Aktualisiert/Update: 26.11.2019 15:29:05

Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) wurde der Stand der Technik in deutschen Krematorien ermittelt und an einigen ausgewählten Krematorien umfangreiche Schadgaskonzentrationsmessungen im Abgas vor und nach der Abgasreinigung durchgeführt. Neben den in der 27. BImSchV festgeschriebenen Komponenten – CO, CGes, Staub sowie PCDD/PCDF – stand vor allem Quecksilber im Fokus des Interesses.

Aufgrund der nun vorliegenden Ergebnisse, lassen sich nicht nur die einzelnen Verfahren zur Abgasreinigung besser bewerten, sondern auch Hinweise auf zukünftige Konzepte und Auslegungen von Krematorien ableiten. Außerdem konnte der bundesweite Quecksilbereintrag in die Umwelt über den Abgaspfad von Krematorien besser abgeschätzt werden.

Im Rahmen der Tagung werden die Ergebnisse des UBAForschungsvorhabens detailliert vorgestellt. Mögliche Konsequenzen für die zukünftige Auslegung von Krematorien werden anhand verfahrenstechnischer Lösungsansätze und Betriebserfahrungen diskutiert. Da infolge der Ergebnisse der UBA-Studie die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) sich zur Aktualisierung der VDI-Richtlinie 3891 entschlossen hat, werden einige weitere Aspekte, die  in der neuen Richtlinie Berücksichtigung finden sollen, im Rahmen dieser Veranstaltung erörtert. Hierzu gehören Fragen zu Schadgasemissionen ebenso wie zum Umgang mit belasteten Aschen durch die Mitarbeiter in Krematorien. Ein weiterer Themenschwerpunkt betrifft die Qualität der Urnenasche vor dem Hintergrund der dauerhaften Verbringung in Böden. Neben technischen und betrieblichen Aspekten werden im Rahmen dieser Veranstaltung ausgewählte Sachfragen einer rechtlichen Bewertung unterzogen. Angesprochen sind alle, die sich mit Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb von Krematorien beschäftigen. Hierzu zählen u. a. Ingenieure, Kämmerer und Verwaltungsfachleute aus den Hochbau-, Garten- und Friedhofsämtern, private Investoren, Bestatter, Planer, Hersteller sowie Vertreter von Behörden, Ministerien, Fach- und Hochschulen und Messinstituten.