Corona und Nachhaltigkeit

Lernen aus der Krise für eine nachhaltige Entwicklung

Logo des Wuppertal Instituts © Wuppertal Institut
Logo des Wuppertal Instituts
Download
Arrenberg App: Maßnahmen zur Corona-Krise im Quartier Arrenberg, Wuppertal © Aufbruch am Arrenberg e. V. und Studio Arrenberg
Arrenberg App: Maßnahmen zur Corona-Krise im Quartier Arrenberg, Wuppertal
Download

10.) Projekt "Gemeinwohlorientierte Ansätze für pandemie-resiliente Quartiere", Wuppertal Institut

Die Projektidee greift die durch die Corona-Krise in Quartieren auftretenden Solidaritätseffekte auf, um diese mit zusätzlichen Angeboten auf einer im Pilotquartier Arrenberg in Wuppertal schon etablierten Web-App zu verstärken (beispielsweise Mittagstischangebote der lokalen Gastronomie, Hilfs- und Austauschangebote für familiäre Konflikte in der Quarantäne, usw.; siehe auch https://arrenberg.app). Bei der Entwicklung von neuen digitalen Partizipations-, Kommunikations- und Interaktionsformen wird in dem Projekt insbesondere der Lehrstuhl Interface- und User Experience-Design (Prof. Hemmert) im Studiengang Industrial Design der Bergischen Universität Wuppertal aktiv.

Staatliche Beschränkungen und Eingriffe beschleunigen aktuell Transformationsprozesse, die vor ein paar Monaten noch nicht vorstellbar waren. Ziel ist es daher, über die Hilfs- und Solidaritätsangebote der Web-App positive Wahrnehmungen der Situation zu erzeugen und die Selbstwirksamkeit der Quartiersbewohner*innen zu stärken (indem sie merken: „wir schaffen das gemeinsam!"), die nach der Pandemie eine ideale Grundlage für eine Nachhaltigkeitstransformation im Quartier stellen.

Die Plattform für Quartiers-Solidarität ist eine einzigartige Gelegenheit, um aktuelle Transformationsprozesse im Quartier aufzugreifen und nach der Krise für daraus erwachsende Nachhaltigkeitsthemen auszubauen. Die Plattform soll mehrsprachig angeboten werden, um eine möglichst breite Zielgruppe im Quartier zu erreichen. Um dies vorzubereiten, wird eng mit dem Verein Aufbruch am Arrenberg e. V. und der alevitischen Gemeinde in Wuppertal zusammengearbeitet. Die damit erreichte breite Nutzung und Diffusion der Web-App soll die Grundlage für Quartiers-Kooperationen, Solidarität und nachhaltige Quartiersentwicklung in der Nach-Corona-Phase legen. Andere Städte könnten von den in Wuppertal gemachten Erfahrungen mit der App profitieren: so sollen in einem Roll-Out u. a. mit dem nationalen Reallabor-Netzwerk, an dem das Wuppertal Institut federführend beteiligt ist, Transfermöglichkeiten der Solidaritätsplattform für weitere Städte, die z. B. einem Smart-City-Ansatz folgen, eruiert werden.

 

Projektthema

Plattform für Quartiers-Solidarität – gemeinwohlorientierte Ansätze jetzt zum Aufbau pandemie-resilienter Quartiere nutzen

 

Projektdurchführung

Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt gGmbH, Wuppertal
Frau Dr. Anne Caplan
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Telefon: 0202 2492131
E-Mail: anne.caplan@wupperinst.org
Website: www.wupperinst.org

 

Laufzeit

13 Monate

 

Aktenzeichen

DBU-AZ 36018

 

Stand: 20.05.2020