Stipendienschwerpunkt: Nachhaltige Chemie (2002-2005, abgeschlossen)

Bioreaktor aus Dissertation Robert Heyer © Robert Heyer
Energie- und Ressourcen-effiziente Produktionsverfahren schonen die Umwelt und können somit die chemische Industrie nachhaltiger gestalten.

Einführung

Um die verschiedenen Produkte des täglichen Bedarfs von Medikamenten über Reinigungsmittel bis hin zu Textilfarben herzustellen, laufen eine Vielzahl von industriellen Reaktionsverfahren, die eine Menge an chemischen Ausgangsstoffen benötigen. Energie- und Ressourcen-effiziente Produktionsverfahren können die Umwelt schonen und zugleich Kosten und Abfälle einsparen und somit auch die chemische Industrie nachhaltiger gestalten.

Ergebnisse

Die Mikrowellentechnik stellt ein alternatives Heizverfahren dar, welches den Energieverbrauch von chemischen Katalysen senken kann. Die zwei Promotionen hierzu fanden zum einen heraus, dass sich die vorteilhafte hohe Heizrate positiv auf die Selektivität chemischer Reaktionen auswirkt. Zum anderen kann damit ein Katalysator wie z.B. Vanadiumpentoxid selektiv aktiviert werden um z.B. n-Pentan zu oxidieren.

Effizientere Katalysen wurden auch in zwei weiteren Promotionen angestrebt: Nach Entwicklung einer Apparatur für die parallele Testung von Katalysatoren wurden für die selektive Oxidation von 2-Propanol geeignete Katalysatoren definiert. Des Weiteren können durch den Einsatz von ionischen Flüssigkeiten Abfallstoffe bei Friedel-Crafts-Alkylierungen eingespart werden.

Eine weitere Promotion behandelte ein umweltchemisches Thema und untersuchte die Veränderung der Mobilität von Schwermetallen durch Sauerstoff-Kontakt und deren Auswirkung auf die Schwermetall-Verteilung im Untergrund eines Altlasten-Standortes.

Kontakt

Für Rückfragen steht Ihnen bei der DBU gerne Dr. Hedda Schlegel-Starmann zur Verfügung.