DBU-Symposium in Würzburg | 29.10.2016 | "Umsetzung des Klimaabkommens von Paris: Stimmt die Richtung?"

Thematischer Hintergrund für das Symposium zum Pariser Klimaschutzabkommen war und ist die Tatsache, dass der Klimawandel eine der vier bereits überschrittenen Planetaren Grenzen darstellt. Die Veranstaltung „ Umsetzung des Klimaabkommens von Paris: Stimmt die Richtung?“ am Vortag der Umweltpreisverleihung in Würzburg mit den beiden Umweltpreisträgern des vergangenen Jahres Mojib Latif und Johan Rockström erbrachte aus Sicht der DBU folgende wichtige Ergebnisse:

1. Naturwissenschaften lassen keinen Zweifel

  • Die Erkenntnisse aus den Naturwissenschaften lassen keinen Zweifel: Der Klimawandel ist längst Realität und nichts, was erst in der Zukunft passieren wird.
  • Das Pariser Abkommen wurde 2015 verabschiedet und ist am 4.11.2016 in Kraft getreten. Dies ist als großer Erfolg zu werten. Das Abkommen setzt einen verbindlichen Rahmen, um in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts die Treibhausgasneutralität und eine weltweite Klimastabilisierung zu erreichen. Die mittlere Erdtemperatur soll unter 2 °C über vorindustriellem Niveau gehalten werden.
  • Die Richtung stimmt damit, aber die Umsetzung geht zu langsam. Wichtig ist sich klarzumachen: Klimaschutz ist Daseinsvorsorge.
  • Alle Bereiche müssen umdenken und sich bewegen: Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Der Staat muss unter anderem über das Ordnungsrecht Signalgeber sein und er muss Aktivitäten aus der Zivilgesellschaft fördern.
  • Ferner werden CO2-Senken benötigt, in denen das Kohlendioxid gebunden werden kann. Moore, Wälder und Holzbauten sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung. CO2 muss auch als Rohstoff betrachtet werden und im Kreislauf geführt werden. Weitere Innovationen sind hierfür erforderlich.

Gesamtveranstaltung im Video: