Förderthema 5: Klima- und ressourcenschonendes Bauen

Um das Ziel des energie- und ressourceneffizienten Bauens für einen klimaneutralen und gesundheitsfreundlichen Gebäudebestand bis 2050 zu erreichen, sind vielfältige und vernetzte Strategien im Bauwesen erforderlich. Neben der modellhaften Erschließung des Potenzials energetisch optimierter Gebäudebestände und umweltverträglicher städtebaulicher Verdichtung sollen im Neubau als primärer Innovationstreiber zukunftsfähige Konzepte und technologische Ansätze entwickelt und erprobt werden. Da der verstärkte Einsatz von Holz als nachwachsender Rohstoff einen Hebel zur Verbesserung der Ressourceneffizienz darstellen kann, soll auch die Erschließung großer Gebäudevolumina für den Holzbau berücksichtigt werden.

Die Förderung fokussiert insbesondere eine ganzheitliche Optimierung innerhalb einer integralen Planungsphase und die zielgruppenspezifische Ergebnisverbreitung. Die vielfältigen Aspekte nachhaltigen Bauens sollen in Modellvorhaben bei hoher Gestaltqualität möglichst umfassend einbezogen, umgesetzt, evaluiert, dokumentiert und in innovativen Bildungsmaßnahmen kommuniziert werden.

Förderfähig sind:

• die modellhafte Konzeptentwicklung, Umsetzung, Evaluation und Dokumentation energie- und ressourcenoptimierter, gesunder Alt- und Neubauten unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus;

• die exemplarische Entwicklung und Umsetzung zum Beispiel von Konzepten zur Verbesserung der Innenraumluftqualität, zur passiven Klimatisierung, zu Plusenergie- und CO2-neutralen Gebäuden und Quartieren, zur Minimierung von grauer Energie, Imissionen und Emissionen, zur Suffizienz sowie deren Evaluation und Dokumentation;

• die Weiterentwicklung, beispielhafte Umsetzung und Dokumentation des Holzbaus in größeren Gebäudevolumina;

• die Optimierung von Konzepten, Systemen und Konstruktionen im Holzbau sowie die Erhöhung der Akzeptanz von Holzbauten;

• die Weiterentwicklung von Planungsmethodik, Prozessqualität und Instrumenten als Optimierungsstrategie zur nachhaltigen und gesundheitsfreundlichen Planung, Bau und Betrieb von Quartieren und Gebäuden sowie deren zielgruppenspezifische Verbreitung;

• innovative Methoden und Konzepte für Bildung, Kommunikation, Beteiligung und Qualifizierung insbesondere von öffentlichen und privaten Bauherren, Planungsbüros, Genehmigungsbehörden, bauschaffenden Berufen, Kindern und Jugendlichen sowie Nutzerinnen und Nutzern.

Projektbeispiele:

Gymnasium Diedorf

Integrale Planung eines Gymnasiums

Beim Neubau des Schmuttertal-Gymnasiums in der Marktgemeinde Diedorf (Landkreis Augsburg) wurden in einem integralen Planungsprozess konstruktive Musterlösungen als Entscheidungshilfe für den optimierten Holzbau entwickelt. Mehr dazu lesen Sie hier

Gymnasium Sonthofen

Ganzheitliche Sanierung einer Bestandsschule

Die Generalsanierung mit dem Ziel Passivhausstandard erfolgte am Gymnasium Sonthofen im laufenden Schulbetrieb.Mehr dazu lesen Sie hier

Waldorfschule Stuttgart

Niedrigstenergie-Gebäudestandard für die Waldorfschule Stuttgart

In einem ersten Teilprojekt wurde von Behnisch Architekten mit verschiedenen Fachplanern ein optimiertes Konzept für das neue Schulgebäude der Waldorfschule Uhlandshöhe in Stuttgart entwickelt. Durch den Ansatz einer integralen Planung konnte hohe Energieeffizienz erreicht werden. Mehr dazu lesen Sie hier

Punkthaus Mannheim

Sanierung Wohnbau Punkthaus

Ein exemplarisches Sanierungsprojekt  für ein 1958 erbautes fünfgeschossiges Wohnhaus in Mannheim zeigt Lösungen auf, die sich auf eine Vielzahl von Mehrgeschosswohngebäuden aus der Nachkriegszeit übertragen lassen. Mehr dazu lesen Sie hier

Projektbeispiel

Datenbank für Holzbauteile

Nach dem Vorbild des österreichischen Kataloges www.dataholz.com wird in einem aktuellen Forschungsprojekt eine ähnliche Plattform für Deutschland erstellt. Mehr dazu lesen Sie hier

Schallschutz

Praxishandbuch Schallschutz im Holzbau

"Praxishandbuch Schallschutz“ des Holzbau Deutschland-Institut e. V. (Berlin) will verständliche und handhabbare Informationen zur Verfügung stellen. Mehr dazu lesen Sie hier

Holzbausystem

Form- und kraftschlüssiges Holzbau-System

Im Rahmen des Forschungsprojektes der DGJ Architektur GmbH soll für den Wohnungsbau ein innovatives Holzskelettbausystem entwickelt werden, dessen Verbindungen und Knotenpunkte durch form- und kraftschlüssige, geometrische Verbindungen der Tragelemente aus Holz konstruiert sind. Mehr dazu lesen Sie hier

DBU-Förderinfo 5
Förderinfo

Eine ausführliche Förderinfo zum Förderthema 5 mit Hinweisen zum Einreichen einer Projektskizze und Projektbeispielen finden Sie hier.

Kontaktdaten der Projektgruppe Bauen, Kulturgüterschutz
Hier finden Sie eine Übersicht nach Förderthemen und unser Organigramm als PDF.