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Militärische Nutzung Mailen Drucken

Schmale Heide_Ruegen © Norbert Rosing
Landschaft "Schmale Heide"
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Die vormalige militärische Nutzung

im Westteil der Naturerbefläche Prora steht in Verbindung mit der historischen Entwicklung des „Kraft durch Freude“-Objektes Seebad Prora, das von 1945 bis 1946 zeitweilig durch die Sowjetarmee und von 1956 bis 1990 durch die Nationale Volksarmee genutzt wurde. Letzteres hatte die Einrichtung von Schießplätzen bei Binz, Prora und Lubkow sowie weitere militärische Nutzungsbereiche, beispielsweise ein Raketenausbildungszentrum auf der Halbinsel Buhlitz und einen Taktikübungsplatz südlich der Tribberatzer Langen Berge, zur Folge.

Die aktuelle Vegetation vor Ort ist in Form von  Heiden, Magerrasen, Gebüsch- und Ruderalvegetation noch stark durch diese vorangegangene Nutzung als Truppenübungsplatz geprägt. Allerdings erfolgte teilweise sowohl eine spontane Einwanderung von Gehölzen als auch eine Aufforstung der zuvor offen gehaltenen Bereiche. Auf Teilflächen des Naturerbe-Gebietes ist aufgrund der  militärischen Vornutzung von einer Kampfmittelbelastung  im Gelände auszugehen. Für noch vorhandene Munitionsbunker wurde eine Nutzung als Fledermausquartier beantragt.

KdF-Objekt Seebad Prora © DBU Naturerbe
"Koloss von Prora"
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Das Seebad Prora

wurde zwischen 1935 und 1939 auf der Landzunge „Schmale Heide“ in der Nähe von Binz geplant und teilweise errichtet. Bis zu 20.000 Menschen sollte über die politische Organisation „Kraft durch Freude“ ein Urlaub am Strand des Prorer Wiek ermöglicht werden. Die Bauarbeiten wurden jedoch nach Beginn des 2. Weltkrieges eingestellt.

Die Reste des unvollendeten Seebades – acht aneinandergereihte, baugleiche Gästehausblocks entlang eines Küstenabschnitts von etwa 4,5 km – werden heute als „Koloss von Prora“ bezeichnet und stehen unter Denkmalschutz.

 

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