04.09.2018 | Weniger Medikamente für mehr Umweltschutz

DBU-Forum „Sanfte Medizin für gesunde Tiere“ findet am 16. Oktober in Osnabrück statt

Kühe Mecklenburg-Vorpommern  © Mirko Dreßler/piclease
Am 16. Oktober geht es in der DBU um die Frage, wie Umweltbelastungen durch Tierarzneimittel in der Landwirtschaft verringert werden können.
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Osnabrück. Welche Erfahrungen machen Tierärzte und Landwirte mit den Vorschriften und gestiegenen Dokumentationspflichten eingesetzter Antibiotikamengen? Gewährleistet das in der Landwirtschaft derzeitig vielfach praktizierte Verabreichen von Arzneimitteln über Futtermittel und Tränkewasser eine sichere Medikation? Lässt sich der Zielkonflikt zwischen Tierschutz und Antibiotikafreiheit auflösen? – Diese und andere Fragen diskutieren hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Tiermedizin und Agrarbranche beim Forum „Sanfte Medizin für gesunde Tiere – Wie die Umweltbelastung durch Tierarzneimittel verringert werden kann“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 16. Oktober im DBU Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück.

Antibiotikaresistenzen als Folge zu hoher Arzneimitteleinträge in die Umwelt

Arzneimittel sind unverzichtbar für das Erkennen und Behandeln von Krankheiten bei Menschen und Tieren, betont die DBU. Arzneimittelrückstände in der Umwelt seien jedoch ein globales Problem. Sie könnten ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen und würden nachweislich die Umwelt schädigen. Rückstände von Tierarzneimitteln fänden sich vor allem in Dung und Gülle der behandelten Tiere, könnten aber auch über die Stallluft mit Staub und Bioaerosolen aus den Ställen ausgetragen werden. Mit den Wirtschaftsdüngern würden sie auf die Felder gelangen, sich im Boden anreichern und könnten von da aus auch in Oberflächen-, Grund- oder Trinkwasser verlagert werden. Die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen mache es zwingend erforderlich, den Eintrag von Arzneimitteln in die Umwelt durch geeignete Maßnahmen zu verringern, so die DBU. Das Themenspektrum des Forums reicht vom Vorkommen und Verbleib von Tierarzneimitteln in der Umwelt bis hin zu Handlungsoptionen und konkreten Beispielen, wie sich die Einträge von Tierarzneimitteln verringern lassen. Eine Podiumsdiskussion beleuchtet weitere Ansätze, um die Umweltbelastung durch Tierarzneimittel zu vermindern.

Anmeldung bis 8. Oktober online möglich

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Auf Wunsch wird eine schriftliche Bescheinigung über die Teilnahme ausgestellt. Um eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 8. Oktober 2018 wird gebeten unter: https://www.dbu.de/VeranstaltungTierarzneimittel. Das Programm sowie weitere Informationen und Anmeldung gibt es hier: https://www.dbu.de/550artikel37719_2440.html.