29.01.2018 | Viel hilft viel – oder nicht? Was zusätzliche Vitamine bewirken

Nahrungsergänzungsmittel: zwischen Wunsch und Wirklichkeit – 1. Februar, 18.30 Uhr, in der DBU

Sehen Sie selbst...
Nahrungsergänzungsmittel sehen aus wie Arznei, werden aber als Lebensmittel eingestuft. Deshalb müssen sie kein Zulassungsverfahren durchlaufen, sind frei verkäuflich und zugänglich für jeden. Prof. Dr. Andreas Hahn referiert im Rahmen seines Abendvortrages über ihren Nutzen für den Menschen.
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Osnabrück. Ob Pulver, Dragees oder Tabletten – vom Aussehen her gleichen sie Arzneimitteln. Als Lebensmittel müssen sie jedoch kein Zulassungsverfahren durchlaufen, sind frei verkäuflich und zugänglich für jeden: Nahrungsergänzungsmittel. Sind sie nützlich, schädlich oder überflüssig? „Nahrungsergänzungsmittel – zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ lautet der Titel des Vortrages von Prof. Dr. Andreas Hahn, Geschäftsführender Leiter des Instituts für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Er referiert am Donnerstag, den 1. Februar, um 18.30 Uhr in den Räumen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Der Eintritt ist frei.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Wie entstehen Nährstoffdefizite, wer ist gefährdet und was lässt sich tun? Nahrungsergänzungsmittel sind Gegenstand kontroverser Diskussionen. Nebenwirkungen dürfen sie nicht haben, gesundheitsfördernd sollen sie sein, aber welche Stoffe sind sinnvoll und kann ein „zu viel“ an Vitaminen und Mineralstoffen auch schädlich sein? Das vielfältige Produktangebot erfordert eine differenzierte Betrachtung. In einigen Fällen, so beispielsweise bei Vitamin D und Folsäure, ist die Wirkung zusätzlicher Nährstoffgaben gut dokumentiert. Ebenso liegen Daten zu Bevölkerungsgruppen wie schwangeren Frauen vor. Im Hinblick auf mögliche langfristige und vorbeugende Wirkungen gestaltet sich dies aber weitaus schwieriger. „Unbestritten ist allerdings“, so der Experte, „dass Nahrungsergänzungsmittel den gesundheitlichen Wert einer vielseitigen und ausgewogenen Ernährung nicht ersetzen können.“ Hahn wird im Rahmen seines abendlichen Vortrages den Bogen spannen zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Nahrungsergänzungsmittel und hierzu gerne mit dem Publikum diskutieren.

Führung durch die Ausstellung „ÜberLebensmittel“

Vor dem Abendvortrag besteht um 17.45 Uhr die Möglichkeit, die aktuelle Ausstellung im Rahmen einer öffentlichen Führung zu erleben. Sie ist nur noch bis zum 9. Februar 2018 in der DBU zu sehen (montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr). Anschließend beginnt ihre Wanderschaft durch ganz Deutschland. Erster Standort ist das Energie-, Bildungs- und Erlebnis-Zentrum Aurich. Für Schülerinnen und Schüler gibt es bis dahin noch zielgruppengerechte pädagogische Programme. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum pädagogischen Programm finden sich unter www.ausstellung-ueberlebensmittel.de