Thermische Energierückgewinnung bei der Stahlherstellung

Bei der Produktion von Stahl in Stranggussanlagen beträgt der Wärmeinhalt einer Tonne Stahl circa 368 kWh. Die Metallurgie und Umwelttechnik SMS group GmbH hat in ihrem Projekt gezeigt, dass und wie eine Wärmerückgewinnung im großtechnischen Maßstab möglich ist.

Innenansicht Energy-Collector-(E-CO)-Haube mit Bramme und Strahlungswärmetauscher
Innenansicht Energy-Collector-(E-CO)-Haube mit Bramme und Strahlungswärmetauscher

Bei der Stahlherstellung wird zunächst Roheisen im Hochofen erzeugt. Der fertiggestellte Stahl wird anschließend in Stranggießanlagen zu quaderförmigen Stahlblöcken, den sogenannten Brammen, vergossen. Nach dem Zuschneiden der Brammen haben sie immer noch eine Temperatur von circa 1.000 °C. Sie werden dann über Rollgänge in ein Brammenlager gelegt, wo sie auf etwa 100 °C abgekühlt werden. Ziel der Metallurgie und Umwelttechnik SMS group GmbH war es, einen Teil dieser Wärme zurückzugewinnen und als Prozesswärme zu nutzen. Dazu wurde ein geeigneter Wärmetauscher entwickelt, der so ausgelegt ist, dass er die Strahlungswärme der Brammen möglichst optimal aufnehmen und die Wärmemenge in das Werksnetz des Produktionsbetriebs einspeisen kann. Dafür wurde eine Pilotanlage in einem Rollgang der Salzgitter Flachstahl GmbH installiert. Der im Wärmetauscher produzierte „Sattdampf“ wird in das 8-bar-Werksnetz eingespeist und ersetzt so teilweise fossile Wärmequellen. Die Pilotanlage zeigt, dass die Strahlungswärme genutzt werden kann und weiteres Potenzial zur Leistungssteigerung vorhanden ist. In der weiteren Entwicklung sollen neue Anwendungsgebiete für den Wärmetauscher erschlossen und Kosten gesenkt werden.

Abschlussbericht


 

Projektthema
Thermische Energierückgewinnung aus Stranggießanlagen

 

Projektdurchführung
SMS Siemag AG
Eduard-Schloemann-Str. 4
40237 Düsseldorf
Telefon: 0211 | 881-6904
E-Mail: communications@sms-group.com
www.sms-group.com

 
AZ 30570