02.06.2017 | Modernisierungsbündnis Region Osnabrück: Wohngebäude fit für die Zukunft machen

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Stadt und Landkreis Osnabrück wollen gemeinsam mit lokalen Akteuren die Gebäudemodernisierung voranbringen | In der Projektdatenbank - AZ 34000

Thermografie
Mit einer mobilen Wärmebildkamera wird die Oberflächentemperatur von Objekten festgestellt. Im DBU-Projekt Modernisierungsbündnisse stehen das Haus als System sowie das Gebäude im Quartier im Vordergrund und nicht mehr nur die Einzelmaßnahme.
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Osnabrück. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) plant, gemeinsam mit Akteuren vor Ort mehr Schwung als bisher in die Modernisierung von Wohngebäuden, insbesondere von Ein- und Zweifamilienhäusern, zu bringen. Das DBU-Projekt „Modernisierungsbündnisse“ schafft hierfür eine neue Plattform. Gemeinsam mit der Stadt und dem Landkreis Osnabrück, kommunalen Einrichtungen, Organisationen des Handwerks, Vereinen, Kirchen und weiteren im Klimaschutz aktiven Gruppen möchte das Modernisierungsbündnis Region Osnabrück Hausbesitzer motivieren, ihr Haus fit für die Zukunft zu machen.

Modernisierungsbündnis mit den Aktiven vor Ort

Die Stadt und der Landkreis Osnabrück stehen – wie alle Kommunen in Deutschland – vor der Herausforderung, die deutschen Klimaschutzpläne in konkretes Handeln umzusetzen. Mit dem Projekt Modernisierungsbündnisse bietet die DBU Kommunen und den lokalen Akteuren Unterstützung an: „Mit unserer Unterstützung vor Ort können die lokalen Akteure offen an die Modernisierungsthemen herangehen, neue Möglichkeiten prüfen und vorhandene Pläne weiterentwickeln“, so Andreas Skrypietz, DBU-Projektleiter. „Entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse möchten wir zeitnah mit Aktivitäten durchstarten und gemeinsam im Bündnis manche Hürde leichter nehmen. So arbeiten wir zusammen für die Umsetzung des Klimaschutzplans 2050, um einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand in weniger als 35 Jahren zu erreichen!“

Positives Umfeld für energetische Gebäudemodernisierung schaffen

Das Bündeln vorhandener Aktivitäten, ein koordiniertes Auftreten sowie ein gemeinsames Signal für zukunftsfähige Modernisierungen im Bestand eröffnet Chancen: Chancen dafür, barrierefrei alt zu werden im eigenen Haus, nachhaltige Wertsteigerung der Immobilie zu erreichen, Digitalisierung und den Einsatz erneuerbaren Energien auch als Chance für mehr Lebensqualität zu nutzen. „Dieses Signal zu geben, gelingt aber nur mit den Akteuren vor Ort. Sie sind die Schnittstelle zu den Hauseigentümern. Denn nur wenn wir diese erreichen, wird das Projekt Energiewende gelingen“, so Skrypietz.

Haus als System und Gebäude im Quartier

Im DBU-Projekt Modernisierungsbündnisse wird die einzelne Sanierungsmaßnahme erweitert auf die Gebäudemodernisierung. Fragen zur Quartiers- und Stadtentwicklung, zum Leben im Alter und zur Barrierefreiheit sind ebenso Themen der Bündnisarbeit wie die voranschreitende Digitalisierung, das Smart Home. Auch die für den Gebäudebereich bedeutsame Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen zum Heizen und für die Elektromobilität wird mitgedacht. Im Vordergrund stehen das Haus als System sowie das Gebäude im Quartier und nicht mehr nur die Einzelmaßnahme.

Modernisierungsbündnis Region Osnabrück offen für Interessierte

Das Modernisierungsbündnis Region Osnabrück ist offen für relevante Themen und interessierte Akteure. Neben Stadt und Landkreis sind die Stadtwerke Osnabrück, die Lokale Agenda 21, der Solarenergieverein, Kreishandwerkerschaft und Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim sowie Haus und Grund Osnabrück zum Start dabei. Übergeordnetes Ziel: Ein- und Zweifamilienhäuser zukunftsfähig machen und mit der energetischen Optimierung Klima und Geldbeutel schonen. Modernisierungsbündnisse in weiteren Kommunen sind geplant.