MINT.ub-Netzwerk

Das MINT.ub Netzwerk umfasst deutschlandweit mehr als 40 Schülerlabore.

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Im deutschsprachigen Raum gibt es mehr als 320 Schülerlabore. Hier experimentiert eine Schulklasse am iLab Spektrometer.
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 © KITZ.do
ForscherKITZ präsentieren ihr Hauswand modell mit Dämmplatten
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MINT-Umweltbildung in Schülerlaboren

MINT-Umweltbildung (MINT.ub) vermittelt interdisziplinäres Wissen über Fragen zur Umweltbildung im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft sowie Technik und fördert Umweltbewusstsein sowie nachhaltiges Umwelthandeln. Schülerlabore, mit der für sie typischen Methodik des Experimente bezogenen Lernens, sind besonders geeignet, um Kindern und Jugendlichen MINT-Umweltbildung nahe zu bringen. Bei MINT-Umweltbildung handelt es sich um eine Erweiter­ung des Konzepts der naturwissenschaftlich-technischen Umweltbildung, zu dem im Rahmen eines DBU-Förderschwerpunkts im Zeitraum von 2011 bis 2015 in rund 30 Projekten neue Angebote entwickelt, erprobt und etabliert wurden. Der MINT-Fächerbezug sowie das interdisziplinäre experimentelle Lernen sind charakteristisch für die MINT-Umweltbildung.

 

MINT.ub-Netzwerk

2015 wurde vom Bundesverband der Schülerlabore LernortLabor e.V. (LeLa) das MINT.ub-Netzwerk gegründet. Das Netzwerk dient dem Austausch von Informationen sowie der Qualitätssicherung und Verbreitung von Konzepten. Gleichzeitig werden Synergien und die Möglichkeit zur gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit über die Internetplattform genutzt, indem beispiels­weise das Experiment des Monats, Literaturhinweise oder Ergebnisse von Umfragen präsentiert werden.

LeLa ist die Schnittstelle in der Bildung und Nachwuchsförderung zwischen Schülerlaboren, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Bundesverband verbreitet die Idee der Schülerlabore und nimmt mit der Gründung des MINT.ub-Netzwerks gezielt die Nachhaltig­keits­bildung in Schülerlaboren in den Fokus.

 

Angebote für Lernende mit benachteiligten Bildungsbiografien

Das MINT.ub Netzwerk umfasst deutschlandweit mehr als 40 Schülerlabore. Beispielsweise entwickeln FreiEx (Universität Bremen), NanoBioLab (Universität des Saarlandes), NESSI-Lab (FAU Erlangen-Nürnberg) und Make Science der PH Karlsruhe in einem DBU-geförderten Verbundprojekt Angebote zu chemisch technischen Themen mit Umwelt oder Nachhaltigkeitsbezug.

Alleinstellungsmerkmal dieses Projekts ist der Fokus auf Lernende mit benachteiligten Bildungsbiografien: Kulturelle Unterschiede sowie kognitive und/oder sprachliche Defizite bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und aus schwierigen sozialen Verhältnissen werden berücksichtigt. In den Versuchsanleitungen werden Alltagsbezug und Motivation über Comics hergestellt, und auch die Aufgabenstellung ist stark visualisiert, um sprachliche Barrieren abzubauen.

 

Beispielhafte Schülerlabore

Im Rahmen des DBU-geförderten Projekts »Natürlich Künstlich – Zukunftstechnologie«  werden am Kinder- und Jugendtechnologiezentrum Dortmund KITZ.do Kunststoffe und Farben aus natürlichen Materialien hergestellt und so konventionelle Produkte ersetzt. Die ForscherKITZ stellen u. a. Dämmstoffe aus natürlichem Material her, untersuchen die Dämmwirkung hinsichtlich der Wärmeisolierung und stellen eine Rangfolge der verschiedenen Dämmplatten her.

In der Offenen Jugendwerkstatt Karlsruhe e.V. befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Seebeck-Effekt: Umwandlung von Wärme in Strom. Mittels eines thermoelektrischen Generators wandeln sie die Abwärme eines PKW-Verbrennungs­motors in elektrische Energie um und bauen in einem TheoPrax-Projekt ein Wärmetauscher-Demo-Modell.

 


 

Projektthema:
MINT-Umweltbildung in Schülerlaboren: Inventarisierung, Qualitätssicherung und Netzwerkbildung mit Dissemination von Umweltbildungsangeboten

Projektdurchführung:
LernortLabor - Bundesverband der Schülerlabore e. V.
Dr. Olaf Haupt
Tentenbrook 9
24229 Dänischenhagen
Telefon:    04349 | 7992971
Telefax:    04349 | 799304
office@lernort-labor.de
www.mint-umweltbildung.de



AZ 32152