Kita und Energiewende – KIEN

Eine der großen Zukunftsaufgaben ist die Energiewende. Auch Bildungseinrichtungen sind gefordert sich dieser Aufgabe anzunehmen.

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Struktur des Projekts »Kita und Energiewende – KIEN«

Für die Energiewende: Kitas und lokale Partner

Eine der großen Zukunftsaufgaben ist die Energiewende. Auch Bildungseinrichtungen sind gefordert sich dieser Aufgabe anzunehmen. In Kitas wird daher seit einiger Zeit verstärkt Energie als Bildungsthema aufgegriffen. Damit wird Kindern ermöglicht, aufmerksam und sensibel für entscheidende Einsichten zu werden, die maßgeblich für eine verantwortliche Zukunftsgestaltung sind. Da sich in Kitas auch Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern und Kooperationspartner aus dem Umfeld austauschen, wirkt die Arbeit auch in die Kommunen hinein.

Das Projekt „Kindertagesstätten und Energiewende – KIEN“ der Leuphana Universität Lüneburg und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zeigt auf, wie die Energiewende durch eine Zusammenarbeit von Kita und Kommune gefördert werden kann.

 

Partner-Kitas in Norddeutschland und Bayern

In fünf Kommunen in Norddeutschland und fünf in Bayern ist jeweils eine Kita mit Kindern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Hauswirtschaft, Eltern, Politik und Verwaltung einbezogen. Gemeinsam werden Institutionen und Personen angesprochen, die etwas mit Energie zu tun haben. Es werden solche Fragen aufgegriffen, die für die jeweilige Kommune bedeutsam sind und praktische Auswirkungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung auf lokaler Ebene haben.

Durch das Projekt werden Kinder aufmerksam für Energiefragen, erhalten Erzieherinnen und Erzieher Beratung und Unterstützung und Eltern bekommen Zugang zu Informationen. Umgekehrt gibt diese Zusammenarbeit Impulse für die lokale Energiepolitik und -praxis

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Kitas in Bayern und Norddeutschland legen einen »Energiegarten« an, in dem besonders energiespendende Pflanzen gesät werden.

Beiträge der verschiedenen Akteure

Unterschiedliche Akteure tragen zum Gelingen des Projekts bei: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kitas können den Kindern den Zugang zu einem Energie­verständnis eröffnen und durch ihr eigenes Verhalten direkt zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Träger der Kita können durch Rahmenvorgaben einen nachhaltigen Umgang mit Energie bewusst machen und als Leitbild etablieren. Ebenso können Verwaltungen durch regionale und nationale Förderprogramme dazu beitragen. Eltern können einerseits ggf. selbst als Expertinnen und Experten der Energiewende in die Vorhaben der Kita einbezogen werden. Andererseits verfolgen sie, womit sich ihre Kinder in der Kita beschäftigen und werden so ggf. erstmals mit einer nachhaltigen Energienutzung konfrontiert.

 

Zwei Praxisbeispiele

In der Kita in Hamburg-Altona öffnet ein Energiecheck die Augen für Energienutzung in der Bildungseinrichtung und lädt Eltern ein, sich über ihre eigene Energienutzung zu informieren, eine Puppen­spielerin entwickelt ein Spiel zu »Was wärmt?«, Stadtreinigung und kommunale Partner ermöglichen die Sammlung von Biomasse.

Der Waldkindergarten der ländlich geprägten Kommune Niederaichbach liegt etwas außerhalb des Ortskernes. Dort wird die Beförderung der Kitakinder, der Senioren und von Vereinsmitgliedern neu gestaltet. Die Anschaffung eines treibstoffsparenden Kleinbusses soll Teil eines kommunalen Mobilitätskonzeptes sein. Dies leistet einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung der Dorfgemeinschaft und senkt zugleich den kommunalen CO2-Ausstoß.

Projektthema:
Kindertagesstätten und Energiewende – Entwicklung modellhafter Bildungspraxis, Mitarbeiterqualifizierung und kommunale Einbindung

Projektdurchführung:
Leuphana Universität Lüneburg
Prof. Dr. Ute Stoltenberg
Fakultät Nachhaltigkeit
Scharnhorststr. 1
21335 Lüneburg
Telefon: 04131 | 677-1721
Telefax: 04131 | 677-2767
stoltenberg@uni-lueneburg.de

Kooperationspartner:
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Prof. Dr. Klaus Menrad
Prof. Dr. Oliver Falk


AZ 31091