09.02.2016 | Korridore für Tiere: Hutewald und Offenland verbinden

Bergwaldprojekt und DBU Naturerbe kooperieren am Hainberg

Bergwaldprojekt Hainberg
Zum zweiten Mal sind Teilnehmer des Bergwaldprojektes auf der DBU-Naturerbefläche Hainberg aktiv.
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Hutewald im Hainberg
Namensgeber für den Hainberg: Dieses parkähnliche Landschaftsbild des ehemaligen Hutewaldes soll dem Hainberg seinen Namen gegeben haben.
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Oberasbach. 40 freiwillige Helfer aus ganz Deutschland nutzen ihre Freizeit, um sich im praktischen Naturschutz zu engagieren: Vom 7. bis zum 20. Februar ist der Verein Bergwaldprojekt zum zweiten Mal zu Gast auf der DBU-Naturerbefläche Hainberg in der Nähe von Fürth. Zwei Wochen lang leisten die Teilnehmer einen persönlichen Beitrag, um dort beispielsweise alten Waldweiden zu neuem Glanz zu verhelfen. Die rund 195 Hektar große, ehemals militärisch genutzte Fläche gehört zum Nationalen Naturerbe und ist 2010 vom Bund ins Eigentum der gemeinnützigen Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der DBU Naturerbe GmbH, übergegangen.

Hutewald interessiert Bergwaldprojekt-Teilnehmer

„Durch die Jahrzehntelange militärische Nutzung haben sich hier wertvolle Lebensräume entwickelt. Wir freuen uns, dass uns die Teilnehmer des Bergwaldprojektes einmal im Jahr helfen, diesen wertvollen Naturraum zu schützen“, weiß Revierleiter Jens-Eckhard Meyer vom Bundesforstbetrieb Reußenberg. Dieses Mal stehen die alten Hainberger Hutewälder im Fokus. Im Januar hatten Waldarbeiter bereits begonnen, rund 20 Lastwagen Laub- und Nadelholz aus den zugewucherten „Waldweiden“ zu entnehmen. In diesen lichtdurchfluteten Hutewäldern wuchsen im Mittelalter vorzugsweise großkronige Eichen, die im Herbst ihre nährstoffreichen Früchte zu Boden warfen – ein ideales Futter beispielsweise für Schweine. Heute sind Waldweiden sehr selten geworden. Die DBU-Tochter möchte in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde des Landkreises Fürth dieses prägende Landschaftsbild auf der DBU-Naturerbefläche Hainberg wieder zum Leben erwecken.

Lebensräume wieder verbunden: Freiwillige öffnen Wanderkorridore für seltene Arten

Die Bergwaldprojekt-Teilnehmer aus ganz Deutschland gehen nun einen Schritt weiter und öffnen in Handarbeit alte Wanderkorridore seltener Arten, die durch die Amerikanische Traubenkirsche schrittweise verschlossen wurden. „Die alten Waldweiden und die naturschutzfachlich wertvollen Offenlandbereiche finden so wieder ihre wichtige Verbindung. Die Bergwaldprojektteilnehmer leisten hier harte Arbeit“, stellt Meyer fest. Arbeit, die sich lohnt: So werden zwei wichtige Lebensräume für seltene, lichtbedürftige Tier- und Pflanzenarten wieder verbunden.

Exkursionsnachmittag zeigt Vielfältigkeit des Projektgebietes

Unter fachkundiger Leitung der Projektförster Sebastian Hiekisch und Christoph Wehner vom Bergwaldprojekt ist neben der praktischen Arbeit auch ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Projektgebietes und dessen Bedeutung für den Menschen näher zu beleuchten.

Verein bringt jährlich über 2.000 Menschen in Natur

„Das Bergwaldprojekt bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2016 finden 95 Projektwochen an 47 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt“, weiß Wehner. Insgesamt sieben Projektwochen finden in diesem Jahr auf DBU-Naturerbeflächen statt. Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit zu einem naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Weitere Informationen unter www.bergwaldprojekt.de.

DBU-Tochter übernimmt 47 Flächen mit 60.000 Hektar vor Bund

Die DBU-Naturerbefläche Hainberg ist eine von 47 Naturschutzflächen in Deutschland, die die DBU-Tochter als Treuhänderin seit 2008 vom Bund übernimmt. Auf den insgesamt 60.000 Hektar in neun Bundesländern sollen offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege bewahrt, naturnahe Wälder ohne menschlichen Eingriff zu neuer Wildnis entwickelt, artenarme Forste in naturnahe Wälder überführt und Feuchtbiotope ökologisch aufgewertet und erhalten werden.

HINWEIS AN DIE REDAKTIONEN: Bei Interesse sind Sie herzlich eingeladen, sich selbst einen Eindruck von den Arbeiten vor Ort zu machen. Bitte melden Sie sich beim Revierleiter oder bei uns (siehe Kontakt im PDF-Dokument unten), um einen Termin zu vereinbaren.

PM Bergwaldprojekt Hainberg
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Pressemitteilung zum Hutewald auf DBU-Naturerbefläche Hainberg
Vorstellung des Bergwaldprojektes e.V.
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