09.02.2016 | Winter ist beste „Thermografie-Zeit“: Kameras fangen Wärmeverluste ein

DBU-Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ informiert mit kostenlosem Check

Thermografie
Fachleute erstellen bei einer Thermografie Momentaufnahmen vom Haus, die Problemstellen offen legen.
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Osnabrück. Wenn Hauseigentümer wissen möchten, an welchen Stellen ihres Gebäudes die meiste Energie verloren geht, sollten sie gerade jetzt aktiv werden. Denn die kalte Jahreszeit bietet beste Voraussetzungen für gute Thermografie-Aufnahmen. „Die Bilder zeigen, was das Gebäude ‚hergibt‘ – im schlimmsten Fall jede Menge wertvoller Energie“, sagt Andreas Skrypietz, Projektleiter der Klimaschutz- und Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Eine Thermografie zum Aufspüren von Wärme-Lecks sei deshalb sinnvoll. Zusätzliche Informationen zum energetischen Zustand der Immobilie könne auch der kostenlose Energiecheck der DBU-Initiative liefern.

Momentaufnahmen zeigen unterschiedliche Oberflächentemperaturen

Mit Hilfe der Thermografie erstellen Fachleute Momentaufnahmen, auf denen sie die unterschiedlichen Oberflächentemperaturen am Gebäude erkennen können. Anhand der Verteilung der Temperatur sehen sie, wo am Gebäude Problemstellen verborgen sind. So würden etwa so genannte Wärmebrücken schnell entlarvt. „Wärmebrücken sind die kältesten Stellen an Wänden und entstehen, wenn etwa die Dämmung vom Dach an die Außenwand nicht lückenlos anschließt. Dann kommt schnell das Gefühl auf, dass es in der Wohnung zieht oder es in der Heizsaison nicht richtig warm wird“, erklärt Skrypietz.

Winter ist ideale Jahreszeit für Wärmebildaufnahmen      

Da Temperaturunterschiede bei der Messung eine große Rolle spielten, sei der Winter die ideale Jahreszeit für die Wärmebildaufnahmen. „Zwischen den Innenräumen und der Umgebung sollten mindestens 15 Grad Unterschied sein. Idealerweise misst man am frühen Morgen, damit die Fassade nicht schon von der Sonne aufgewärmt wurde“, sagt der Energieberater.

Im Rahmen der BAFA-Energiesparberatung: Thermografie-Gutachten wird gefördert

Ein professionelles Thermografie-Gutachten koste in der Regel mehrere hundert Euro. Dieses könne im Rahmen einer Energiesparberatung – nicht allerdings als separate Maßnahme – vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden. Informationen dazu stelle das BAFA auf www.bafa.de zur Verfügung.

Energie-Checker in ihrer Nähe finden Hausbesitzer auf sanieren-profitieren.de

Auch für Hausbesitzer, die ihr Haus bereits saniert haben, könne der Einsatz einer Wärmebild-Kamera sinnvoll sein. Skrypietz: „Der Hausbesitzer kann damit sichergehen, dass alle Schwachstellen beseitigt wurden und die ausführenden Unternehmen gute Qualität abgeliefert haben.“ Für einen ersten Überblick: Energie-Checker in Ihrer Nähe finden interessierte Hausbesitzer auf www.sanieren-profitieren.de. Dort erklärt die Kampagne auch weitere Fachbegriffe: www.sanieren-profitieren.de/sanierungs-abc.