12.02.2013 | Der Atem des Schimmels – Wie entstehen die schwarzen Flecken?

Irrungen und Wirrungen um Dämmen und Lüften von Häusern – DBU-Experte: „Panikmache“ | In der Projektdatenbank - AZ 25000

Richtiges Lüften
Wer nur die Fenster austauscht ohne zu dämmen, muss häufiger lüften.
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Osnabrück. Selbst seriöse Medien haben sie schon als Helfer des „Teufelszeugs“ Schimmel verkauft: die Wärmedämmung. Der Tenor: Häuser, die wärmedicht eingepackt werden, neigen stärker zur Schimmelbildung als unsanierte Häuser. „Das ist reine Panikmache“, sagt Andreas Skrypietz, Projektleiter der Klimaschutz-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Das Gegenteil sei der Fall: „Schimmelporen gedeihen an den kühlsten Stellen im Haus, an denen sich Feuchtigkeit niederschlägt. Eine professionell ausgeführte Dämmung sorgt dafür, dass die Wände weniger auskühlen und mindert dadurch sogar die Schimmelgefahr“, so Skrypietz. Das belege auch eine aktuelle Studie des Aachener Instituts für Bauschadensforschung.

Sanierte Häuser werden seltener von Schimmel befallen als unsanierte

Eine Umfrage der Forscher unter Bauexperten habe ergeben, dass Schimmelbefall in hochwärmegedämmten Wohnhäusern seltener vorkomme als in unsanierten Gebäuden. Die tatsächlichen Ursachen lägen woanders: Wärmebrücken vor allem an Fenstern, Balkonen und Dach, falsches Lüftungsverhalten der Bewohner oder das Fehlen einer Lüftungsanlage. „Die Studie untermauert, wie wichtig die professionelle Planung und Baubegleitung durch einen Fachmann ist“, erklärt Skrypietz. Wer sein Haus ohne Expertenhilfe selbst saniere, müsse mit Bauschäden rechnen, die die schwarzen Schimmelflecken gedeihen lassen.

Werden nur die Fenster ausgetauscht, erhöht sich die Schimmelgefahr

Häufig bilde sich Schimmel auch, wenn Hausbesitzer bei der Sanierung ihres Hauses auf eine bessere Dämmung verzichteten und nur die Fenster austauschten. „Bei alten, undichten Fenstern und schlecht gedämmtem Mauerwerk verhindert die ständige Zugluft, dass sich in Fensternischen Schimmel bildet. Wenn die Fenster und Anschlüsse an die Wand dann dicht sind, muss häufiger gelüftet oder eine Lüftungsanlage eingebaut werden. Passiert das nicht, reichen die verbliebenen Undichtigkeiten allein nicht aus, um Luft und Feuchtigkeit in der Wohnung auszutauschen“, so Skrypietz.

Osnabrück. Ein saniertes Haus spart Energie und Geld – vorausgesetzt, die Sanierung wurde gut geplant und professionell umgesetzt. Wenn Hausbesitzer die Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen in Frage stellen, liegt das daran, dass in ihren Fällen Bauschritte mangelhaft umgesetzt oder nicht richtig geplant wurden. Diese Erfahrung macht Dirk Fanslau-Görlitz häufiger. Der Architekt und Regionalbetreuer der Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sagt: „Wenn ein Haus professionell energetisch saniert wird, rentieren sich die Investitionen in spätestens zwanzig Jahren. Rechnet man die Fördermöglichkeiten und steigenden Energiekosten ein, sogar schon früher.“

Gerade weil Häuser über viele Jahrzehnte genutzt würden, sollten Hausbesitzer bei der Instandhaltung langfristig denken. „Ältere und unsanierte Wohngebäude verbrauchen durchschnittlich drei Viertel mehr Energie als energetisch sanierte oder neue Häuser. Wenn ohnehin Modernisierungsarbeiten anstehen, ist für Hausbesitzer eine Komplettsanierung in der Regel günstiger als nichts oder nur das Nötigste machen zu lassen, denn die Heiz- und Stromkosten steigen weiter“, so der Sanierungsexperte.

Selbstverständlich könnten nicht sämtliche Kosten für die Modernisierung der eigenen vier Wände allein durch die geringeren Energiekosten wieder eingefahren werden. „Wenn zum Beispiel das Bad mitsaniert oder die Küche neu eingerichtet wird, darf ich als Hausbesitzer nicht erwarten, dass ich die Kosten dafür durch Energieeinsparungen wieder reinhole“, so Fanslau-Görlitz. Doch die Kosten für Maßnahmen wie Dämmung, neue Fenster, Heiztechnik, Lüftungs- oder Solaranlagen würden sich in überschaubarer Zeit amortisieren. Energetische Sanierungen rechneten sich also immer dann, wenn ohnehin Modernisierungsarbeiten am Haus anstehen.

Wenn das nicht der Fall sei, sei der Hauseigentümer Opfer von schlechter Planung oder Pfusch am Bau geworden. „Es ist deshalb unumgänglich, einen qualifizierten und erfahrenen Fachmann die Sanierung planen und begleiten zu lassen“, sagt Fanslau-Görlitz. Fehler gebe es auch häufig, wenn zwar die Planung von einem Profi erfolge, die Umsetzung anschließend aber in Eigenregie stattfinde, um Kosten zu sparen. „Wer keine Erfahrung mit Gebäudesanierungen hat, sollte sich Hilfe holen“, rät der Experte. Die Sanierung eines Hauses sei heutzutage so komplex, dass wichtige Bauschritte wie die Dämmung, der Einbau neuer Fenster oder die Montage sämtlicher Heiz- und Lüftungstechnik unbedingt von einem Fachmann gemacht werden müssten. „Wenn ich selbst kein KfZ-Mechaniker bin, mache ich mein Auto ja auch nicht persönlich fit für den TÜV“, so Fanslau-Görlitz.

Wer sein Haus umfassend energieeffizient mache, tue auch etwas für den Werterhalt der Immobilie und die eigene Altersvorsorge. Fanslau-Görlitz: „Noch ist es nicht soweit, es wird aber immer mehr absehbar, dass sich der energetische Zustand von Eigenheimen in ähnlicher Weise auf den Immobilienpreis auswirken wird wie die Entfernung zu einer belebten Straße oder einem Flughafen.“

Wie sanierungsbedürftig das eigene Haus ist und welches Potenzial eine energetische Sanierung bietet, zeige der kostenlose Energie-Check der DBU-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“. Mit der Energie-Checker-Suche au

Osnabrück. Ein saniertes Haus spart Energie und Geld – vorausgesetzt, die Sanierung wurde gut geplant und professionell umgesetzt. Wenn Hausbesitzer die Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen in Frage stellen, liegt das daran, dass in ihren Fällen Bauschritte mangelhaft umgesetzt oder nicht richtig geplant wurden. Diese Erfahrung macht Dirk Fanslau-Görlitz häufiger. Der Architekt und Regionalbetreuer der Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sagt: „Wenn ein Haus professionell energetisch saniert wird, rentieren sich die Investitionen in spätestens zwanzig Jahren. Rechnet man die Fördermöglichkeiten und steigenden Energiekosten ein, sogar schon früher.“

 

Gerade weil Häuser über viele Jahrzehnte genutzt würden, sollten Hausbesitzer bei der Instandhaltung langfristig denken. „Ältere und unsanierte Wohngebäude verbrauchen durchschnittlich drei Viertel mehr Energie als energetisch sanierte oder neue Häuser. Wenn ohnehin Modernisierungsarbeiten anstehen, ist für Hausbesitzer eine Komplettsanierung in der Regel günstiger als nichts oder nur das Nötigste machen zu lassen, denn die Heiz- und Stromkosten steigen weiter“, so der Sanierungsexperte.

 

Selbstverständlich könnten nicht sämtliche Kosten für die Modernisierung der eigenen vier Wände allein durch die geringeren Energiekosten wieder eingefahren werden. „Wenn zum Beispiel das Bad mitsaniert oder die Küche neu eingerichtet wird, darf ich als Hausbesitzer nicht erwarten, dass ich die Kosten dafür durch Energieeinsparungen wieder reinhole“, so Fanslau-Görlitz. Doch die Kosten für Maßnahmen wie Dämmung, neue Fenster, Heiztechnik, Lüftungs- oder Solaranlagen würden sich in überschaubarer Zeit amortisieren. Energetische Sanierungen rechneten sich also immer dann, wenn ohnehin Modernisierungsarbeiten am Haus anstehen.

 

Wenn das nicht der Fall sei, sei der Hauseigentümer Opfer von schlechter Planung oder Pfusch am Bau geworden. „Es ist deshalb unumgänglich, einen qualifizierten und erfahrenen Fachmann die Sanierung planen und begleiten zu lassen“, sagt Fanslau-Görlitz. Fehler gebe es auch häufig, wenn zwar die Planung von einem Profi erfolge, die Umsetzung anschließend aber in Eigenregie stattfinde, um Kosten zu sparen. „Wer keine Erfahrung mit Gebäudesanierungen hat, sollte sich Hilfe holen“, rät der Experte. Die Sanierung eines Hauses sei heutzutage so komplex, dass wichtige Bauschritte wie die Dämmung, der Einbau neuer Fenster oder die Montage sämtlicher Heiz- und Lüftungstechnik unbedingt von einem Fachmann gemacht werden müssten. „Wenn ich selbst kein KfZ-Mechaniker bin, mache ich mein Auto ja auch nicht persönlich fit für den TÜV“, so Fanslau-Görlitz.

 

Wer sein Haus umfassend energieeffizient mache, tue auch etwas für den Werterhalt der Immobilie und die eigene Altersvorsorge. Fanslau-Görlitz: „Noch ist es nicht soweit, es wird aber immer mehr absehbar, dass sich der energetische Zustand von Eigenheimen in ähnlicher Weise auf den Immobilienpreis auswirken wird wie die Entfernung zu einer belebten Straße oder einem Flughafen.“

 

Wie sanierungsbedürftig das eigene Haus ist und welches Potenzial eine energetische Sanierung bietet, zeige der kostenlose Energie-Check der DBU-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“. Mit der Energie-Checker-Suche auf www.sanieren-profitieren.de könnten Hausbesitzer Experten für die energetische Gebäudesanierung finden.

f www.sanieren-profitieren.de könnten Hausbesitzer Experten für die energetische Gebäudesanierung finden.

HINTERGRUND

Die DBU-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ berät Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die ihre Immobilie energetisch sanieren möchten. In einer fünfteiligen Serie räumen die Kampagnen-Experten mit weit verbreiteten Irrtümern rund um das Thema Sanierung auf.

Energieberatung am Fenster
"Kein Zuschuss ohne Energieberater". Sie und Partner der DBU-Kampagne helfen beim Beantragen von Fördermitteln.
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Auch bei Einzelmaßnahmen: "Kein Zuschuss ohne Energieberater"

Würden nur die Fenster ausgetauscht, bestehe die Gefahr, dass sich häufig in Ecken Kondenswasser an den Innenwänden niederschlage und es zur Schimmelbildung komme. Wenn hingegen Fenster und Fassade gleichzeitig fachgerecht erneuert werden, könne sich an den Außenwänden im Raum nicht mehr so viel Feuchtigkeit niederschlagen und somit auch kein Schimmel bilden. „Deshalb heißt es bei der größten Förderbank - der KfW – auch bei Einzelmaßnahmen grundsätzlich: kein Zuschuss ohne Energieberater“, erklärt Skrypietz.

Kostenloser Energie-Check zeigt, wie dringend das eigene Haus saniert werden sollte

Wer durch eine Sanierung Heizkosten sparen will, ohne sich den Schimmelpilz ins Haus zu holen, sollte sich daher unbedingt Hilfe vom Fachmann holen. Wie dringend das eigene Haus saniert werden sollte, zeigt der kostenlose Energie-Check der DBU-Kampagne „Haus sanieren – profitieren“. Weitere Infos finden interessierte Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern auf www.sanieren-profitieren.de