29.11.2012 | DBU gratuliert ihrem Projektpartner Accurec zu Rohstoff-Effizienz-Preis

Firma für Stiftung Modell für Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz – Bundeswirtschaftsministerium zeichnete aus | In der Projektdatenbank - AZ 10638

Hochvakuumofen
Mit einem speziellen Hochvakuum-Ofen zerlegt die heute ausgezeichnete Firma Accurec Metallhydrid- und Cadmium-Akkus gemeinsam nahezu emissionsfrei in ihre Komponenten. Die DBU förderte die Technik mit knapp 400.000 Euro.
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Osnabrück/Mülheim. „Die Energiewende braucht auch eine geistige Wende. Wir müssen verstehen, dass der Energieverbrauch im Alltag verringert werden muss – durch jeden von uns, aber auch in der Wirtschaft. Die Firma Accurec zeigt, wie es geht, wenn man begreift.“ – Mit diesen Worten gratulierte heute Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem mittelständischen Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr zur Auszeichnung mit dem Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2012 des Bundeswirtschaftsministeriums und der Deutschen Rohstoffagentur. Im Rahmen einer Fachkonferenz hatte der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernhard Heitzer, das Unternehmen um Geschäftsführer Dr.-Ing. Reiner Weyhe als eines von vier besonders herausragenden Unternehmensbeispielen für rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen ausgezeichnet. Der Preis ist pro Unternehmen mit 10.000 Euro dotiert.

Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz für nachhaltige Entwicklung zentrale Schlüsselbegriffe

Heute seien neben der Energie- auch die Ressourcen- und Materialeffizienz für eine nachhaltige Entwicklung die zentralen Schlüsselbegriffe, betonte Brickwedde. Bei Accurec flössen Problemlösungspotenziale auf diesem Feld „idealtypisch zusammen“. Die Firma habe mit finanzieller Hilfe der DBU von 400.000 Euro neuartige Hochvakuumöfen entwickelt und realisiert, in denen Akkus auf bis zu 850 Grad erhitzt und so nahezu emissionsfrei verwertet werden könnten. So gelinge es zum Beispiel, Kunststoffe abzutrennen und die hochwertigen Metalle Nickel, Blei, Silber, Kupfer, Kobalt, Zink, Mangan und Eisen mit minimalem Schadstoffausstoß und geringem Energieverbrauch flexibel zurückzugewinnen. Das innovative Verfahren stelle damit eine besonders umweltfreundliche Alternative zu bisherigen Trennverfahren für Batterien dar. Weitere Infos zum DBU-Projekt hier.