23.11.2012 | Auch im Winter eisfrei – Energie nicht aus dem Fenster schleudern

Anstrich und Rahmen überprüfen - Winterserie von „Haus sanieren – profitieren“ / Teil 3 | In der Projektdatenbank - AZ 25000

Serie winterfit Fenster neu alt
Über alte Fenster gehen rund 15 Prozent Energie verloren. Wer sich nicht mit Ausbesserungsarbeiten abfinden, sondern eine fachgerechte Sanierung machen will, sollte einen Innungsfachmann zu Rate ziehen.
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Osnabrück. Die Spezies Eisblume ist vom Aussterben bedroht. Das liegt an den modernen doppelt oder dreifach verglasten Thermofenstern, auf denen die bizarren Kristalle nicht mehr nach innen kriechen können. Bei wem die frostige Saat zuhause dennoch aufgeht, der sollte schleunigst gegensteuern. „Vor dem Winter rate ich jedem Hausbesitzer, seine Fenster genau unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls reparieren oder austauschen zu lassen. Dann kann die kalte Jahreszeit kommen“, sagt Andreas Skrypietz von der Klimaschutz- und Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Wichtige Fragen, die der Hausbesitzer sich stellen solle: Sind die Fenster dicht und schließen gut? Sind Anstrich und Rahmen noch in Ordnung?

Aussicht nicht durch Eisschicht verderben lassen

„Wer den Herbst dazu nutzt, seine Fenster wärmedicht zu verpacken, muss sich im Winter die Sicht nicht von einer Eisschicht verderben lassen“, so Skrypietz weiter. „Über alte Fenster gehen rund 15 Prozent Energie verloren. Dabei können durch Sanierungen sowohl der Geldbeutel als auch das Klima geschont werden.“ Ob die Fenster undicht seien, lasse sich häufig schon mit der bloßen Hand erfühlen, wenn ein kalter Luftstrom Gänsehaut verursache. Auch eine flackernde Kerzenflamme sei Indiz dafür, dass es durchs Fenster „zieht“. „Ganz konkrete Schwachstellen zeigt die Thermografieaufnahme eines Energieberaters“, so der Experte.

Neben Rahmen schleifen und Holz neu streichen, Innungsfachmann einen Blick auf Fenster werfen lassen

Bei Fenstern aus Holz sei es wichtig, diese hin und wieder mit einem neuen Anstrich zu versehen. Im Laufe der Zeit blätterten Lacke und Farben ab und Risse entstünden, durch die Feuchtigkeit in das Holz eindringe. Damit es nicht morsch werde, könne der Hausbesitzer die alte und rissige Farbe abschleifen und das Holz neu streichen. Undichte Fenster ließen sich mit Schaumstoff- oder Dämmstreifen abdichten. „Wer sich nicht mit Ausbesserungsarbeiten abfinden, sondern eine fachgerechte Sanierung machen will, sollte einen Innungsfachmann zu Rate ziehen“, empfiehlt Skrypietz. „Den finden Hausbesitzer mit der Handwerkersuche auf www.sanieren-profitieren.de“.

Weitere Schritte zu Sanierung erwägen

Die Energie-Checker von „Haus sanieren – profitieren“ könnten bei einer kostenlosen Erstberatung den Zustand und fachgerechten Einbau der Fenster überprüfen und gemeinsam mit dem Hausbesitzer weitere Schritte zur möglichen Sanierung erörtern. „Dabei sollte ein weiteres Augenmerk bereits beim Kauf auf dem Dämmwert der Fenster liegen. Also wie gut ist das Zusammenspiel zwischen Wand, Fenster und Dämmung“, so Skrypietz.

Kostenloser Energie-Check zeigt energetischen Zustand von Ein- und Zweifamilienhäusern auf

Kern der DBU-Klimakampagne ist ein kostenfreier Energie-Check, den extra geschulte Handwerker in Ein- und Zweifamilienhäusern durchführen. Nach der Beratung bekommt der Hausbesitzer eine Mappe mit Informationen, die er für die nächsten Sanierungsschritte benötigt. Rund 12.000 Handwerker aller Gewerke beteiligen sich an der bundesweiten Aktion. Auf www.sanieren-profitieren.de können sich Interessierte über die Initiative informieren und einen Handwerker in ihrer Nähe finden, um den kostenlosen Service zu nutzen.