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06.06.2011 |
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Artenschutz und Kulturgut: Wandertour zu Umweltprojekten durch Oberfranken

10. bis 17. Juli – „10.000.000 Schritte – DBU überall in Deutschland“– Beitrag zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
Festung Rosenberg
Die Festungsmauern Rosenberg wurden unter Naturschutzgesichtspunkten saniert. Die Festung wird auf der Wandertour besucht.
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Bayreuth/Bad Staffelstein/Kronach/Wunsiedel. Dr. Heidi Lehmal, Initiatorin der Aktion „10.000.000 Schritte – DBU überall in Deutschland“, lädt bewegungsfreudige Menschen ein, sie auf ihrer Tour von Bayreuth nach Bad Staffelstein durch das Fichtelgebirge und nach Kronach zu begleiten. Vom 10. bis 17. Juli wandert die Biologin zu innovativen Projekten im Umweltschutz, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wurden. Unter dem Motto "Arten und Kulturgüter schützen - Vielfalt erhalten" will sie Dohlenschutz am Kloster Banz oder Umweltbildung im Umweltschutz-Informationszentrums (UIZ) Lindenhof erlebbar machen. Auch das Wasserschloss Mitwitz als Ökologische Bildungsstätte und die denkmal- und naturschutzgerechte Mauersanierung der Festung Rosenberg in Kronach stehen auf dem Programm. Unter www.10000000schritte.de oder 01520-8963567 können sich Interessierte anmelden – auch für einzelne Tage.

Acht DBU-Projekte auf der Wanderstrecke

In Bayern hat die DBU als größte Umweltstiftung der Welt seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit 1991 bisher 850 Umweltinnovationen mit rund 131 Millionen Euro gefördert. Acht davon liegen auf der Wanderstrecke. Gestartet wird am 10. Juli am Bayreuther Bahnhof. Von dort geht es zu Fuß zum UIZ Lindenhof des Landesbundes für Vogelschutz. Den Aufbau der Umweltstation hatte die DBU in den neunziger Jahren finanziell gefördert. Tags darauf wandert die Gruppe 20 Kilometer bis nach Goldkronach, wo am 12. Juli die Firma „Lufttechnik Bayreuth“ über ihre umwelttechnologisch neuartige Abgasreinigung bei der Automobillackierung aufklärt. Von dort geht es dann 20 Kilometer weiter nach Weißenstadt, wo die Wanderer am Mittwoch erfahren, wie die nachhaltige Landnutzung im Weißenstädter Becken funktioniert. Das Becken wird forst-, teich- und landwirtschaftlich genutzt und muss außerdem Anforderungen für Trinkwassergewinnung, Naturschutz und Tourismus erfüllen.

Naturverträgliches Restaurieren und Vogelschutzprojekte

Der Weg führt weiter nach Wunsiedel: Im Bürgerpark Katharinenberg wird gezeigt, wie die naturverträgliche Restaurierung des Natursteinmauerwerks historische Gebäude und die biologische Vielfalt erhalten kann. Mit dem Zug kürzt die Gruppe die Strecke nach Bad Staffelstein ab, um von dort zum Kloster Banz zu laufen – vorbei an der Firma Kaiser Porzellan, auf deren Industrieschornstein ein Turmfalke nistet. Am Kloster Banz berichtet die
Initiative „Artenschutz im Steigerwald“ über ihr Dohlenschutz-Projekt im Gottesgarten.

Auf den Spuren von Ottern geht es zur Festung Rosenberg

Freitag, 15. Juli, ist wie der 11. Juli ein reiner Wandertag. 19 Kilometer geht es nach Weidhausen. Samstag wandert die Gruppe von dort zur Ökologischen Bildungsstätte im Wasserschloss Mitwitz, die mit dem Projekt „Otterbahnen nach Oberfranken“ Gewässer- und Ausbreitungskorridore für den Fischotter zwischen Tschechien und Bayern geschaffen hat. Es geht weiter nach Kronach zur letzten Station der Tour: Die Mauern der Festung Rosenberg wurden denkmal- und naturschutzgerecht saniert. Mit Unterstützung der DBU ist dazu ein Leitfaden entstanden.

Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Wandertour ist ein Beitrag zur Weltdekade der Vereinten Nationen (United Nations, UN) „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Mit der internationalen Initiative wollen die UN die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den Bildungssystemen verankern. Lehmal: „Auch unsere Wanderaktion beteiligt sich an der Offensive. Nur durch nachhaltiges
Denken können Menschen Entscheidungen für die Zukunft treffen und dabei einschätzen, wie sich ihr Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt.“

Über das Projekt „10.000.000 Schritte – DBU überall in Deutschland“

Ein Jahr lang organisiert die Bremerin Heidi Lehmal als Vorsitzende und Gründerin des Vereins „10.000.000 Schritte – fit durch Deutschland“ einwöchige Wandertouren zu DBU-Projekten in ausgewählten Regionen Deutschlands. Vom 4. bis 11. August wandert Lehmal vom Dümmer See über Osnabrück nach Melle zum Deutschen Wandertag 2011. Dort endet die einjährige Initiative. Kooperationspartner sind der Deutsche Wanderverband, das Deutsche Jugendherbergswerk und die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben in Bremen. Offizieller Medienpartner ist die Zeitschrift Wanderlust.

Neues Bildungsformat

Die DBU fördert das Projekt mit 73.000 Euro, um „ein ganz neues Bildungsformat zu erproben“, erklärt DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde. Auch ein Netzwerk ökologisch handelnder Menschen soll entstehen. Täglich werden bis zu 25 Kilometer gewandert. Die Kosten betragen für Teilnehmer pro Woche 270 Euro (inkl. Unterkunft und Frühstück). Übernachtet wird in Jugendherbergen oder Hotels. Interessierte können an Tagesetappen teilnehmen.

„Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ 2009

2009 wanderte Heidi Lehmal 365 Tage durch Deutschland und legte 7.000 Kilometer zusammen mit insgesamt 1.300 Menschen zurück. Ihre Aktion zur Gesundheitsförderung und Vorbeugung durch Bewegung war „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ 2009.

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt

Für Teilnehmer: Dr. Heidi Lehmal, Telefon: 01520-8963567
Für Presse:
Taalke Nieberding, Telefon: 0177-4105512

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