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Hochlegiertes Aluminium umweltfreundlich härten

Ein geringes Gewicht und eine gute Wiederverwertbarkeit – diese Eigenschaften machen Aluminium zu einem gefragten Konstruktionswerkstoff. Mit ihrem Harteloxalverfahren bietet die Firma Fischer Oberflächentechnik GmbH aus Witten nun erstmals eine Möglichkeit, hochlegiertes Aluminium umweltfreundlich zu beschichten
Teile Autobau
Beispiele für Aluminiumteile aus dem Autobau
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Das von Natur aus weiche Aluminium wird dafür mit dichteren Metallen legiert und nach der Fertigung oberflächlich gehärtet. Wegen ihrer Festigkeit und Zerspanbarkeit werden kupferhaltige Aluminiumlegierungen besonders geschätzt. Hartschichten auf hochlegier-tem Aluminium waren in der Vergangenheit allerdings problematisch herzustellen und nur mit umweltbelastenden Verfahren möglich. Eine Alternative bietet nun die Firma Fischer mit ihrem Harteloxalverfahren.

Innovatives Mess-Steuer-Regel-System
Die Besonderheit des neuen Verfahrens ist eine automatische, selbstlernende Prozess-steuerung. Bei der elektrolytischen Oxidation im Schwefelsäurebad wird die üblicherweise eingesetzte Gleichspannung mit Wechselspannungspulsen überlagert. Das Mess-Steuer-Regelsystem Pulscoat® steuert dabei die Stromdichte und garantiert damit einen präzisen Aufbau der 50 Mikrometer dicken, hochresistenten Eloxalschutzschicht. Früher übliche „Angstzu-schläge“ bei der Schichtdicke können damit entfallen. Die Prozessparameter des Hartelo-xalverfahrens werden der jeweiligen Aluminium-Legierung angepasst.

Anlage Harteloxalverfahren
Die Anlage, mit der das neue Harteloxalverfahren umgesetzt wird.
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Sparsamer, qualitativ besser und preiswerter

Neben der exakten Schichtdicke der Schutzschicht bietet die innovative Steuerung der elektrolytischen Oxidation weitere Vorteile:

  • Das neue Verfahren benötigt weniger elektrische Energie für den Oxidationsvor-gang und weniger Kühlenergie – dadurch werden gegenüber herkömmlichen Ver-fahren im Mittel 45 % Energie gespart.
  • Der bei herkömmlichen Verfahren übliche Chemikalieneinsatz entfällt.
  • Die Harteloxal-Güte für Werkstoffe der 2000er und 7000er Al-Legierungen ist ver-bessert.
  • Das Harteloxalverfahren lässt sich für viele Betriebe in-house realisieren, beste-hende Anlagen können umgestellt werden.
  • Durch den geringeren Material- und Energieverbrauch ist das neue Verfahren kos-tengünstiger.


Auch im Einsatz umweltfreundlich
Durch das neue Verfahren lässt sich hochlegiertes Aluminium mit definierten Oberflächen-güten reproduzierbar sowie zeit- und energiesparend herstellen. Der Einsatz des Werk-stoffes Aluminium ermöglicht aufgrund des geringeren Gewichts weitere Umweltentlastun-gen. Das Harteloxalverfahren für hochlegiertes Aluminium der Firma Fischer ist im Auto-mobilbau, in der Feinmechanik, der Medizintechnik und der optischen Industrie erfolgreich im Einsatz – der Schritt in die industrielle Praxis ist gelungen.

Projektthema
Entwicklung eines Energie sparenden Oxidationsverfahrens zur Herstellung extrem fester Harteleoxalschichten auf hochlegierten Aluminiumwerkstoffen mittels selbstlernender Stromdichteregelung

Projektpartner
Fischer Oberflächentechnik GmbH
Wullener Feld 15 A
58454 Witten
Telefon: 02302 28255-0
Telefax: 02302 28255-10
E-Mail: info@fot.de
www.fot.de

AZ 16248

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