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05.05.2010 |
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„Internationaler Bionic-Award 2010“: Die Technik einer Zecke als Vorbild

Zwei Jungforscher wurden für ihre bioinspirierte Arbeit an der Hochschule Bremen ausgezeichnet
Preisträger 2010 Bionic-Award
Im Rahmen des Bionik-Wirtschaftsforums erhielten gestern Abend in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (v.l.) Markus Hollermann und Felix Förster für ihre Arbeit an der Hochschule Bremen den mit 10.000 Euro dotierten „Internationalen Bionic-Award 2010“.
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Osnabrück. Im Rahmen des Bionik-Wirtschaftsforums erhielten die Nachwuchswissenschaftler Markus Hollermann (26, Ankum) und Felix Förster (23, Berlin) für ihre Arbeit an der Hochschule Bremen gestern Abend in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) den mit 10.000 Euro dotierten „Internationalen Bionic-Award 2010“. Der Nachwuchspreis wurde dieses Jahr zum zweiten Mal von der Schauenburg-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Kooperation mit dem VDI Verein Deutscher Ingenieure und der DBU verliehen. Das Bionik-Wirtschaftsforum im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabrück endet heute.

Für Dübel-Technik aus der Natur die Zecke als Vorbild genommen

Hollermann und Förster wurden für ihre nach Auffassung der Jury herausragende Entwicklung bioinspirierter Befestigungssysteme (Dübel) ausgezeichnet. Sie nahmen sich aus der Natur die Zecke zum Vorbild. So, wie sich Zecken im Mensch und Tier fest verankern, können künftig Dübel in der Wand noch stärker und effizienter befestigt werden. Diese Dübel können im gebäudetechnischen Umfeld der Wärmedämmung und des Leichtbaus vorteilhaft verwendet werden. Mit ihrer innovativen Idee haben die Jungforscher die Grundlage für ein marktfähiges, aus dem bionischen Entwicklungsprozess entstandenes Produkt geschaffen, so die Jury. Der „Internationale Bionic-Award 2010“ wurde von Prof. Antonia Kesel, Vorsitzende der VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences, überreicht.

„Wir können von der Natur noch viel lernen"

Das „Bionik-Wirtschaftsforum“ zeige zudem, wie Bionik bisher in der Praxis eingesetzt werde und welcher Mehrwehrt für industrielle Anwender künftig zu erwarten sei, so DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers. „Wir können von der Natur noch viel lernen. Die Wissenschaft muss nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Oftmals sind biologische Vorbilder eine große Hilfe für die Entwicklung neuer technischer Produkte.“

Transfer von Forschungsergebnissen in die unternehmerische Praxis vorantreiben

„Ziel der Veranstaltung ist es, den Transfer von Forschungsergebnissen in die unternehmerische Praxis voranzutreiben und einen Ausblick auf marktfähige Lösungen zu geben“, ergänzte BIOKON-Geschäftsführer Dr. Rainer Erb. Die Tagung richtete sich an Entwickler aus der Forschung und Anwender aus der Wirtschaft. Sie wurde vom Bionik-Kompetenznetz BIOKON, dem Internationalen Bionik-Zentrum, dem Kompetenznetz Biomimetik, dem Bionik-Innovations-Centrum der Hochschule Bremen und dem VDI veranstaltet. Gefördert wurde die Veranstaltung von der DBU und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mehr Informationen zum Bionik-Wirtschaftsforum unter http://www.bionik-wirtschaftsforum.de/ und zur Preisverleihung unter www.dbu.de/550artikel29022_135.html.

Ansprechpartner für Fragen rund um Auszeichnung und Bionik-Wirtschaftsforum: Sven Renkel, Telefon: 0211|6214276

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