18.06.2003 | "KURS 21: Schulen unternehmen Zukunft" bringt Wirtschaft in die Schule und Schule in die Wirtschaft

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Groß-Projekt mit 2,6 Millionen Euro

KURS 21 18. Juni 200
Standen interessierten Schülern und Unternehmern Rede und Antwort: Melanie Nonn von der DBU und Reiner Hofbauer von der Handwerkskammer Chemnitz.
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"Jahrelang haben wir lamentiert, wie berufsunreif viele Schulabgänger sind. Jetzt wollen wir einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft gehen und Schule und Wirtschaft enger zusammenbringen". Unter diesem Motto stand die Auftaktveranstaltung der Initiative "KURS 21: Schulen unternehmen Zukunft" im Kammerbezirk Südwestsachsen, die heute in der Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer Chemnitz ihren Auftakt fand.

Große Resonanz und Interesse zum Auftakt

140 Teilnehmer ließen diese Auftaktveranstaltung zur bisher größten dieser Art innerhalb der Initiative werden. Die Veranstaltung wurde vom Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer Chemnitz eröffnet. Im Mittelpunkt des Eröffnungstalks standen die Gründe, weshalb sich führende Vertreter der Kammern und anderer Gremien an dieser Initiative beteiligen und worin ihre Erwartungen liegen. Melanie Nonn, als Referentin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zuständig für "Kurs 21", sprach dabei über die Motivation der DBU, dieses Projekt zu finanzieren.

Firmen in Chemnitz engagieren sich

Die abschließende Diskussionsrunde gab einen Ausblick auf die weiteren Aktivitäten in Chemnitz und damit auch in ganz Sachsen. Im Mittelpunkt standen hierbei der METRO Markt Chemnitz und die hiesige Annenschule, die bereits ihre Zustimmung zu einer KURS 21-Lernpartnerschaft gegeben und das erste Gespräch in den Räumen des METRO Marktes durchgeführt haben, um diese Partnerschaft auf den Weg zu bringen.

Schülern die Praxis von Unternehmen vermitteln

Nachdem in der Region bereits erste Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen entstanden sind, sollen weitere Kooperationen zwischen jeweils einer Schule und einem Unternehmen aus der unmittelbaren Nachbarschaft aufgebaut werden mit dem Ziel, den Unterricht praxis-, wirtschafts- und berufsorientierter zu gestalten. Am Beispiel des Nachbarunternehmens sollen die Schüler ein differenzierteres und realistischeres Bild der Arbeitswelt erhalten. Schüler sollen ein Unternehmen nicht nur bruchstückhaft aus dem Praktikum kennen lernen, sondern aus verschiedenen Unterrichtsfächern heraus das Unternehmen als Ganzes mit verschiedenen Berufsfeldern betrachten.

Erste Gespräche finden statt

Praxisbeispiele aus anderen Regionen werden die Chancen und Möglichkeiten der Initiative ganz konkret werden lassen: Ein Mitarbeiter der Firma Elefanten GmbH wird über die langjährigen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Johanna Sebus Gymnasium berichten und zusammen mit dem Direktor dieser Schule die Entwicklung der Partnerschaft nachzeichnen. Besonders die Motive sowie der Arbeitsaufwand, aber auch die Vorteile, die eine solche Lernpartnerschaft mit sich bringen, werden im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen.

Träger der Initiative erläuterterten Motivation und Ziele

Als Träger der Initiative standen die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer sowie das Institut Unternehmen & Schule und das Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt, Energie als die Initiatoren in einer Diskussionsrunde für Fragen zur Verfügung.