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Biologische Behandlung von Deponiesickerwasser

Das zweistufige biologische Verfahren der Firma Ökotec eignet sich zur effizienten, kostengünstigen und reststofffreien Reinigung von Deponiesickerwasser. Im Vergleich zur herkömmlichen Eindampfung und Trocknung wird das Sickerwasserkonzentrat ohne den Einsatz von Chemikalien gereinigt. Das Verfahren entlastet die Umwelt, schont Deponiekapazitäten und spart Kosten.
Ökotec 14996 Deponie Schöneiche
Auf der Deponie Schöneiche wird das neue biologische Reinigungsverfahren für Deponiesickerwasser der Firma ÖKOTEC (Berlin) im technischen Maßstab erprobt.
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Ökotec 14996 Schema Pilotanlage
Schematische Darstellung der Pilotanlage zur biologischen Reinigung von Deponiesickerwasser.
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Sickerwasser aus Mülldeponien enthält eine Vielzahl an Schmutz- und Schadstoffen. Um angrenzende Böden und das Grundwasser zu schützen, werden Deponiesickerwässer geklärt. Die herkömmliche Klärung besteht aus rein physikalischen Verfahren beziehungsweise aus einer biologischen Vorbehandlung mit physikalisch-chemischer Nachbehandlung, die je nach Verfahren sehr teuer sein kann. Die Firma Ökotec aus Berlin hat nun in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin ein rein biologisches Verfahren entwickelt, das sich zur Vor- und Nachbehandlung von Deponiesickerwasser eignet.

Die Wirksamkeit des Verfahrens wurde zunächst im Labormaßstab erfolgreich nachgewiesen. Auf der Deponie Schöneiche soll in einer Pilotanlage die Effizienz des Verfahrens zur Behandlung von Rohsickerwasser und Sickerwasserkonzentraten im technischen Maßstab bestätigt werden.


Eine Stufe für Rohsickerwasser

Der erste Teil des zweistufigen Verfahrens ist die "Biostufe 1", die aus vier hintereinander geschalteten Festbettreaktoren besteht. Die Reaktoren enthalten für die jeweilige Reinigungsaufgabe konditionierte Bakterienpopulationen. Das Rohsickerwasser der Deponie kann aufgrund der niedrigen Metallkonzentrationen mit der "Biostufe 1" reststofffrei geklärt werden.

Zwei Stufen für Sickerwasserkonzentrat

Sickerwasserkonzentrate enthalten im Vergleich zu Rohsickerwasser einen relativ hohen Anteil schwer abbaubarer Verbindungen. Dies sind vor allem wasserlösliche Huminstoffe, die aufgrund ihrer Größe von Bakterien nicht in vertretbaren Zeiträumen verwertet werden können. Nach der Vorbehandlung in "Biostufe 1" konzentriert eine Nanofiltrationsanlage die organischen Reste in einen 10 %-igen Teilstrom auf. Der Filtratstrom mit 90 % des Gesamtvolumens kann gemäß der Abwasserverordnung eingeleitet werden. In der "Biostufe 2" werden die Huminstoffe des verbliebenen Konzentrats von Weiß- bzw. Braunfäulepilze extrazellulär abgebaut. Die Abbauprodukte werden in die "Biostufe 1" zurückgeleitet, wo sie von Bakterien mineralisiert werden.


Projektziel:
Entwicklung eines zweistufigen biologischen Verfahrens zur Reinigung von Deponiesickerwasser
Projektträger:
ÖKOTEC Energiemanagement GmbH Elsenstraße 106 12435 Berlin
Telefon:
(0 30) 53 63 97 -0
Fax:
(0 30) 53 63 97 -90
URL:
http://www.oekotec.de
E-Mail:
mail@oekotec.de

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