Um einen Jahresertrag zu erreichen, sollte der Solargenerator
möglichst nach Süden ausgerichtet sein; der Anstellwinkel sollte
etwa 30° betragen.
Ein Stromzähler am Wechselrichterausgang ermöglicht
Ihnen eine unabhängige Kontrolle der Stromerzeugung
solarthermischen Anlage
Checkliste für Fotovoltaikanlagen
Quelle: FhG-ISE, Freiburg:
Bei der Planung einer Fotovoltaikanlage sollten unbedingt die nachfolgenden
Regeln beachtet werden (Quelle: FhG-ISE, Freiburg):
Nehmen Sie die Fotovoltaikanlage zum Anlass, sich von einem Fachmann ein
Energiekonzept für das betreffende Gebäude erstellen zu lassen.
Fragen Sie nach dem Abschneiden der eingesetzten Module bei unabhängigen
Untersuchungen. Informieren Sie sich über Preise, Leistungsfähigkeit
der Solarsysteme und Fördermöglichkeiten bei neutralen Stellen (kirchliche
Umwelt-beauftragte, Verbraucherzentralen, Beratungsstellen der Stadtwerke
usw.).
Wählen Sie den Installationsbetrieb in Ruhe aus, holen Sie mehrere
Vergleichsangebote ein. Erkundigen Sie sich nach Referenzanlagen.
Als Richtgröße für Deutschland gilt, dass eine Fotovoltaik-Anlage
mit einer Leistung von einem Kilowatt -das entspricht einer Solargeneratorfläche
von 8 bis 10 m² - einen Jahresertrag von 800 kWh liefert. Eine vierköpfige
Familie verbraucht etwa das Fünffache an Strom im Jahr.
Achten Sie auf eine verschattungsfreie Montage des Solargenerators; selbst
der zeitweise Schatten kleiner Gebäudevorsprünge, dünner Äste
oder von Telefonleitungen beeinträchtigt den möglichen Anlagenertrag
überproportional. Die Ursache dafür ist, dass in einem Solarmodul
die Solarzelle mit der geringsten Bestrahlung den Strom aller mit ihr in Reihe
geschalteten Zellen bestimmt.
Um einen optimalen Jahresertrag zu erreichen, sollte der Solargenerator
möglichst nach Süden ausgerichtet sein; der Anstellwinkel sollte
etwa 30° betragen. Abweichungen von bis zu 45° von der Südrichtung
sowie Neigungswinkel zwischen 20 und 50° verringern den zu erwartenden
Anlagenertrag jedoch nur jeweils um 2 bis 3 Prozent. Größere Abweichungen
führen zu weitaus höheren Ertragseinbußen.
Beachten Sie bei der Auswahl des Aufstellungsstandortes, dass eine Fotovoltaik-Anlage
eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahren hat. Provisorische Aufstellungsorte
sollten generell vermieden werden.
Es sollte eine möglichst gelungene architektonische Einbindung der
Anlage in das betreffende Gebäude angestrebt werden. Für die Einhaltung
baurechtlicher Bestimmungen wie der Landesbauordnung, etc. ist der Bauherr
verantwortlich. Sie sollten sich mit den kommunalen und kirchlichen Bauabteilungen
sowie ggf. mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde über Ihr
Vorhaben ins Benehmen setzen.
Achten Sie auf Garantie- und Gewährleistungszeiten für die Gesamtanlage.
Typische Gewährleistungszeiträume sind für Module zwischen
20 und 25 Jahre und für Wechselrichter zwei Jahre.
Fordern Sie die Angabe eines garantierten Mindestertrages für die Fotovoltaik-Anlage
sowie die Nennung der Kosten für einen Wartungsvertrag. Ein Stromzähler
am Wechselrichterausgang ermöglicht Ihnen eine unabhängige Kontrolle
der Stromerzeugung. Prüfen Sie, ob die Anlage in die Gebäudeversicherung
aufgenommen werden soll.
Lassen Sie sich Betriebsanleitungen, Wartungsempfehlungen und Dokumentationen
für Ihre Anlage vollständig aushändigen. Machen Sie davon unter
Umständen die vollständige Bezahlung der Rechnung abhängig.