Förderfähig sind Vorhaben, die sich klar vom gegenwärtigen Stand der Forschung und Technik abgrenzen und eine Weiterentwicklung darstellen (Innovation), die für eine breite Anwendung geeignet sind und sich unter marktwirtschaftlichen Konditionen zeitnah umsetzen lassen (Modellcharakter) und die neue, ergänzende Umweltentlastungspotenziale erschließen (Umweltentlastung).
Die Einzelprojekte im Förderschwerpunkt orientieren sich thematisch an der aktuellen Nachfrage der Industrie und des Handwerks. Er steht branchenunabhängig offen vorrangig für kleine und mittlere Unternehmen.
Projekte aus dem Bereich Umwelttechnik stellen mit rund einem Drittel der geförderten Vorhaben seit jeher einen zentralen Baustein der DBU-Förderung dar. In diesem Segment finden sich wichtige Zukunftsthemen wie Klimaschutz und Energie, gesundheitsfreundliche Produkte und Verfahren sowie Förderprojekte aus dem Bereich Architektur und Bauen.
Umwelt- und gesundheitsfreundliche Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen sind für kleine und mittlere Unternehmen nahezu aller Branchen ein wesentlicher Bestandteil moderner Angebotsentwicklung. Die Akzentuierung liegt in diesem Zusammenhang vermehrt im vorsorgenden Umweltschutz, der Umweltbelastungen von vornherein vermeidet, weniger im reparierenden, nachsorgenden Umweltschutz . Idealerweise sind Umweltaspekte integraler Bestandteil aller Planungs-, Forschungs- und Entwicklungsprozesse in kleinen und mittleren Unternehmen.
Der Fokus im Förderbereich Klimaschutz und Energie zielt einerseits darauf ab, die Emissionen klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid, Methan, Flüchtige Organische Verbindungen (VOC: volatile organic compounds) oder Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) zu vermindern, andererseits den Energiebedarf durch Einsatz effizienter Technologien zu reduzieren, ferner den Einsatz fossiler Energieträger zurückzufahren – bei gleichzeitig verstärkter Nutzung erneuerbarer Energien.
Die Vorteile nachhaltigen Bauens sollen künftig vermehrt in die Modernisierung des Gebäudebestandes einfließen. Über die Sanierung sind nicht nur Energie- und Ressourceneinsparungen im Sinne des Klimaschutzes möglich. Vielfach sind diese Maßnahmen auch ökonomisch sinnvoll. Besonderen Wert legt die DBU dabei auf die integrale Planung, die das Gebäude als Gesamtsystem im Zusammenspiel mit den Nutzern betrachtet. Ein weiterer wichtiger Aspekt stellen die ressourcenschonden Bauweisen und Produkte dar.
Neben diesen im Abschnitt „Umwelttechnik“ der Förderleitlinien platzierten Themen finden sich umwelttechnische Aspekte auch in der „Angewandten Umweltforschung“ mit den zentralen Themen Nachhaltige Chemie und Biotechnologie sowie im Bereich der „Umweltgerechten Landnutzung“ mit den Themen landwirtschaftliche Produktionsverfahren und nachwachsende Rohstoffe.




