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06.06.2012
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Hausbesitzer: schlummernde Riesen der Energiewende in Bewegung setzen

Fachforum „Bauen und Wohnen“ bei „Woche der Umwelt“ in Berlin – Sanierungswille ist da
Fachforum
Bei dem Fachforum (v.l.): Andreas Skrypietz (Projektleiter "Haus sanieren - profitieren"), Elisa Dunkelberg (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung), Corinna Merzyn (Hauptgeschäftsführerin Verband privater Bauherren), Daniela Mark (Sparkasse Mainfranken-Würzburg)

Berlin. Eher die finanzielle Verfügungskraft als die Wirtschaftlichkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen beeinflusse das Umsetzen einer Sanierung, verdeutlichte Elisa Dunkelberg vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung im Fachforum „Bauen und Wohnen“ bei der „Woche der Umwelt“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Park von Schloss Bellevue in Berlin. Experten aus dem Marketing, Verbänden, der Wirtschaftsforschung und der Klimaschutz- und Beratungskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der DBU diskutierten am Amtssitz des Bundespräsidenten die Rolle des Hausbesitzers in der laufenden Energiewende.

Neutrale und qualitätsvolle Beratung dem Hausbesitzer garantieren

„Um die Hausbesitzer, also die schlummernde Reserve der Energiewende, in Bewegung zu setzen, müssen sie noch mehr über ihre Sanierungs- und Finanzierungsmöglichkeiten informiert werden,“ so Andreas Skrypietz, Projektleiter der DBU-Kampagne. Eine neutrale und qualitätsvolle Beratung müsse deshalb garantiert sein.

Woche Umwelt Haus sanieren Forum
Zu Beginn der Diskussionsrunde "Hausbesitzer die schlummernde Reserve der Energiewende" im Forumszelt im Park von Schloss Bellevue in Berlin.

Teilsanierungen sind attraktiver

Mit den im Vergleich zu Darlehen viel attraktiveren Zuschussvarianten von Banken und dem Abschied von einem Drang zu teureren Komplettsanierungen anstelle von Teilsanierungen würden Hausbesitzer eher ihre Immobilie sanieren, waren sich die Experten im Forum einig. „Schließlich muss der Köder dem Fisch, nicht dem Angler schmecken“, fasste Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands privater Bauherren, zusammen. Der Wille zu einer Sanierung sei zwar da, aber die wirtschaftlichen Grenzen und rechtlichen Auflagen bremsten.

Daniela Mark: Immer auch Experten hinzuziehen

Auch Daniela Mark von der Marketingabteilung der Sparkasse Mainfranken-Würzburg sieht viel Sanierungsbereitschaft in ihrer Region. „Bei unserer Beratung weisen wir aber immer auch darauf hin, dass eine Sanierung einzelner Bauteile sinnvoll und aufeinander abgestimmt sein sollte. Zusätzlich empfehlen wir immer auch das Hinzuziehen einer fachlichen Beratung am Bau.“

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