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Bewachsene Bodenfilter zur Abwasserbehandlung im ländlichen Raum Mailen Drucken
Der Verbund Bewachsene Bodenfilter wurde bei Gesamtkosten von 5,9 Mio. € im Zeitraum von 1998 bis 2002 mit insgesamt 2,8 Mio. € gefördert. Ihm gehörten neun Kooperationspartner an, darunter Ingenieurbüros, Forschungseinrichtungen und Anlagenbetreiber. Diese Partner befassten sich mit der Optimierung, Leistungssteigerung und Betriebssicherheit dieser dezentralen Abwasserreinigungsanlagen, oft auch Pflanzenkläranlagen genannt.

Der Verbund hat Ergebnisse zur Vermeidung von Kolmation („Verstopfung“), zur verbesserten Nitrifikation, zur weitergehenden Stickstoff- und Phosphorelimination, zur Erfüllung hoher hygienischer Standards sowie zur Behandlung besonderer Abwässer erarbeitet. Diese haben dazu beigetragen, Unsicherheiten bei der Bemessung und Betriebsführung Bewachsener Bodenfilter auszuräumen und geben Handlungsempfehlungen für zukünftige Planungen und Ausführungen. Die Ergebnisse des Verbundprojekts bieten eine fundierte Grundlage für die Fortschreibung des Stands der Technik und die notwendige Überarbeitung bestehender Regelwerke.

Im Resümee bleibt festzuhalten: Bewachsene Bodenfilter stellen eine kostengünstige, betriebssichere und umweltfreundliche Alternative für die Abwasserreinigung im ländlichen Raum unserer Breiten dar.

Was sind Bewachsene Bodenfilter?

Technische Kläranlagen sind wegen der bestehenden Bau-, Instandhaltungs- und Betriebskosten für manche Gemeinden nicht wirtschaftlich. Vor allem kleinere Orte und ländliche Regionen lasten große Anlagen oftmals nicht voll aus. Bewachsene Bodenfilter – oft auch Pflanzenkläranlagen genannt – sind eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative. Sie nutzen die Reinigungswirkung von Pflanzen, Mikroorganismen und Boden aus. Diese Wirkung basiert auf mikrobiologischen, physikalisch-chemischen und pflanzenphysiologischen Prozessen. Der Boden der Anlage besteht aus Sand und Kies und entwickelt sich nach kurzer Zeit zu einem biologischen Filter. Durch ihn werden die Abwässer gerieselt. Dabei werden Schmutzstoffe und Krankheitserreger von den verschiedenen Mikroorganismen abgebaut. Das so gereinigte Abwasser kann bedenkenlos in unsere Gewässer eingeleitet werden. Sowohl im Sommer als auch im Winter arbeiten solche Anlagen betriebssicher, bei Betriebskosten, die um 20-40% unter denen technischer Anlagen liegen.

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