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01.02.2012
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Sanierungsrate in Schwung bringen und Hemmnisse überwinden

Zweitägiger Expertentreff von „Haus sanieren-profitieren“ – Vom 14. bis 15. März in Berlin
Handwerker erläutert Schwachstellen
Was ratsuchende Hausbesitzer an der energetischen Gebäudesanierung hindert ist Schwerpunkt auf der Fachtagung von "Haus sanieren-profitieren" in Berlin am 14. und 15. März.

Berlin. Viele Hausbesitzer verlaufen sich im Informationsdschungel, wenn es um die energetische Sanierung ihrer eigenen vier Wände geht – das zeigen zahlreiche Umfragen. Verunsichert und häufig überfordert entscheiden sie sich dann eher gegen eine Sanierung. „Gefragt sind eine gute Informationsstrategie und Netzwerke, die Orientierung in diesem Dschungel bieten“, sagt Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).  Netzwerke etwa, die über die bestehenden Kontakte aus dem eigenen Umfeld hinausgingen. Eine solche Möglichkeit der Verbindung und Information untereinander bieten soll die Fachtagung „Klima Kommunikation Gebäude – Hemmnisse erkennen und überwinden“ der DBU-Klimaschutz- und Beratungskampagne „Haus sanieren-profitieren“ am 14. und 15. März in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Veranstaltet wird die Tagung mit Gästen etwa aus dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und dem Bundesumweltministerium.

Experten zu den Themen Fachkräftebedarf, Finanzierung und Anforderungen an einer Sanierung Beteiligte

Teilnehmer aus Klimaschutzorganisationen und -Kommunen, Banken-, Architektur- oder Handwerksvertreter wollen sich bei der Tagung auch austauschen über die ständig steigenden Anforderungen an Handwerker und andere an einer energetischen Sanierung Beteiligte. Wie etwa die Vorteile unterschiedlicher Dämmarten zu bewerten oder erneuerbare Energien richtig eingesetzt würden, sei vielen Fachleuten nicht immer geläufig. „Zur Ausbildung und Qualifikation von Fachkräften sind deshalb auch Weiterbildungsexperten des ZDH eingeladen“, sagt Andreas Skrypietz, Projektleiter der DBU-Kampagne. Außerdem sollen die Klimaschutzziele der Bundesregierung durch das Umweltministerium, die Finanzierungsmöglichkeiten von energetischen Sanierungen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau vorgestellt werden.

Thermografie
Eine Wärmebildaufnahme zeigt, was das Haus "hergibt" und wo Schwachstellen sind. Partner der DBU-Kampagne zeigen neuralgische Punkte anhand eines kostenfreien Energie-Checks.

Erfolgsrezepte und Kritik in der Information von Hausbesitzern beleuchten

In der Fachtagung soll auch beleuchtet werden, wie erfolgreich Konzepte von Klimakampagnen, Banken und Energieagenturen bisher waren, ratsuchende Hausbesitzer zu informieren. In drei moderierten Arbeitsgruppen sollen neue Ansätze für ein übergreifendes und langfristiges Netzwerk erarbeitet werden. Wie wirkungsvolle Verknüpfungen hergestellt und Wissen in der Hausbesitzeransprache gebündelt werden können, seien Themen der Tagung. „Die Lösung haben wir zwar nicht im Gepäck, aber mit unserem kostenlosen Energie-Check zumindest einen guten Ansatz“, so Skrypietz. Seit fünf Jahren setzen geschulte Handwerker der bundesweiten Initiative „Haus sanieren – profitieren“ den Energie-Check kostenfrei ein, überwinden so Beratungslücken des Hausbesitzers und führen ihn von der Sanierungsidee über die Energieberatung schließlich zur Umsetzung.

Evaluation der DBU-Kampagne zeigt: Hausbesitzer mit Energie-Check investieren zweimal so viel in Sanierung, wie Besitzer ohne Check

Hauseigentümer, die den kostenfreien Energie-Check von „Haus sanieren – profitieren“ genutzt haben, investieren zweimal so viel in die energetische Gebäudesanierung wie diejenigen, die den Service nicht in Anspruch nehmen, zeigen Befragungen des Marktforschungsunternehmens „Produkt + Markt“. Im Schnitt investierten demnach die Eigner rund 20.000 Euro nach dem Energie-Check in die Gebäudesanierung. Jeder zweite Hausbesitzer plant weitere Sanierungsmaßnahmen. Das DBU-Projekt zählt zu den größten Klimakampagnen in Deutschland und wird gemeinsam mit dem Deutschen Handwerk durchgeführt. Mehr als 230 Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Fachverbände bieten Seminare für ihre Betriebe an.

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