Startseite
26.08.2010
Mailen Drucken
 
Wenn das Haus zur Sauna wird: richtig dämmen für Wohnkomfort im Sommer
Überhitzung in den eigenen vier Wänden zeigt Schwachstellen an – DBU-Klimakampagne gibt Tipps
Hitzesonne
Heiße Tage im Sommer erfreuen nicht alle. Viel zu hohe Temperaturen setzen sich bei fehlender Hausdämmung in den Räumen fest. Die DBU-Kampagne kann Hausbesitzern aus der "Hitzefalle" helfen.

Osnabrück. Sommer, Sonne, schwitzen: Nicht alle freuen sich über große Hitze, denn die bedeutet für Viele schlaflose Nächte. „Das Problem liegt in der fehlenden Hausdämmung“, sagt Markus Große Ophoff von der Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Von den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland seien etwa zwölf Millionen vor 1984 gebaut worden und großenteils sanierungsbedürftig. Ungedämmte Häuser verlören nicht nur viel Energie im Winter – die fehlende Dämmung führe im Sommer zu Überhitzung in den eigenen vier Wänden. „Die Dämmung kann viel zum Wohnkomfort und zur Energieeinsparung beitragen“, so Große Ophoff.

Gedämmtes Haus verbraucht 90 Prozent weniger Energie

Rund 90 Prozent der Energie im Haushalt verbrauchten Heizung und Warmwasser. In einem ungedämmten Haus gehe Wärme und Energie schnell durch Keller, Außenwand, Fenster und Dach verloren. Ein gedämmtes Haus könne dagegen bis zu 90 Prozent weniger Energie verbrauchen, erklärt Kampagnen-Energieberater Andreas Skrypietz. „Das kommt nicht nur der Umwelt sondern auch dem Portemonnaie zugute“, so der Fachmann. Werde das Gebäude neu gedämmt, erhöhe sich auch der sommerliche Wärmeschutz.

Thermografie
Im Vergleich: Die gedämmte Fassade (links) verzeichnet weniger Wärmeverluste als die unsanierte Hälfte.

Sommertemperaturen unter gedämmtem Dach niedriger

„Wichtig für die die Dämmung der Gebäudehülle ist, dass alle bewohnten Räume lückenlos umschlossen werden, damit die Dämmung auch wirkungsvoll ist“, so Skrypietz weiter. Vor allem die Übergänge von Außenwand und Fenster müssten durchgängig gedämmt werden. Über einfache Hinweise könne der Hausbesitzer feststellen, wie gut oder schlecht sein Haus gedämmt sei. So solle er im Sommer beispielsweise auf ein überhitztes Dachgeschoss achten. „Dann wurde nicht richtig gedämmt“, fügt Große Ophoff an. „Denn in einem ungedämmten Dachgeschoss ist es um einiges wärmer, als unter einem fachgerecht gedämmten Dach.“

Bedeutung der Gebäudedämmung in Zukunft wichtiger

Angesichts des bereits eingetretenen Klimawandels nehme die Notwendigkeit zu umfangreicher Gebäudedämmung zu. „In Klimaanlagen und andere Stromfresser braucht man sein Geld dann nicht mehr zu investieren“, sagt Skrypietz. Er empfiehlt den kostenlosen Energie-Check der DBU-Kampagne. „Geschulte Handwerker der Umweltinitiative erkennen ein Dämm-Problem sofort und können dem Hausbesitzer einen ersten Überblick über den energetischen Zustand ihres Hauses geben“.

Kostenloser Energie-Check zeigt Dämm-Schwachstellen auf

Der Energie-Check ist das Herzstück der DBU-Klimakampagne. Über 11.000 Handwerker beteiligen sich an der bundesweiten Aktion. Unter www.sanieren-profitieren.de können sich Interessierte über die Initiative informieren und einen Handwerker in ihrer Nähe finden, um den kostenlosen Service zu nutzen. Nach der Beratung bekommt der Hausbesitzer eine Mappe mit Informationen, die er für die nächsten Sanierungsschritte benötigt.

Nach Oben | Kontakt | Wegbeschreibung | Impressum