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13.07.2010
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Lüften leicht gemacht: Fenster nicht auf Dauerkipp öffnen
Schimmel und Sommerschwüle einfach vermeiden – „Haus sanieren – profitieren“ gibt Tipps
Lüften
Bei kühlen Temperaturen Fenster weit öffnen. Das sorgt für die richtige Durchlüftung und die Räume kühlen ab.

Osnabrück. Oft genug kann das eigene zu Hause zu einem echten Problem werden, ohne dass der Bewohner es will: Schimmelpilze an den Wänden oder im Sommer zu hohe Zimmertemperaturen. „Gegen Schimmel kann häufig schon ganz einfach Abhilfe geschaffen werden“, weiß Stefan Rümmele, Projektleiter der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). In einer Serie gibt die DBU Tipps, wie Schäden am Gebäude und unbehagliches Wohnen einfach vermieden werden können. So gehört richtiges Lüften zum Wohnen dazu, wie das Salzen beim Kochen. Rümmele: „Selbstverursachte Mietschäden können so umgangen werden.“ 

Fenster grundsätzlich weit öffnen für gute Durchlüftung

Dauerlüften über gekippte Fenster ist nicht die Lösung für gute Luftqualität und Energieeinsparung: „Das vergeudet unnötig Heizenergie und sorgt nicht für die angemessene Luftzirkulation“, weiß Andreas Skrypietz, Energieberater der DBU-Kampagne. „Unsere geschulten Kampagnen-Handwerker raten dazu, mehrmals am Tag die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit zu öffnen.“ Wenn dies nicht immer gewährleistet werden kann, sollte zumindest morgens und abends kräftig gelüftet werden, rät Skrypietz: „Allerdings sollte besonders beim Lüften im Winterhalbjahr darauf geachtet werden, dass nicht warme und feuchte Luft in Räume geführt wird, die kühler sind und eine trockenere Luft haben. Also die Luft aus dem Bad nicht ins Schlafzimmer lüften, denn dann steigt die Gefahr von Tauwasserbildung.“

Auch Kellerräume gut belüften

Kellerräume sollten insbesondere im Sommer nur in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden gelüftet werden. „Auch hier gilt: Nicht die warme, feuchte Luft in den kühlen, trockeneren Keller lüften. Sind die Temperaturunterschiede zwischen der Außenluft und dem Keller klein, kann gefahrlos gelüftet werden – also früh morgens oder spät abends“, so Skrypietz. Ein Zeichen für falsches Lüften im Keller seien feuchte Böden und Wasser, das an den kalten Wasserleitungen kondensiere. Grundsätzlich gelte, so Skrypietz: „Der Temperaturunterschied zwischen dem Hausinnern und der Außenluft sollte möglichst gering sein, wenn gelüftet werden soll.“ Das heißt: Gelüftet werden sollte in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden.

Infos für Hausbesitzer auf www.sanieren-profitieren.de

Weitere Infos und Handwerker, die einen kostenlosen Energie-Check im Rahmen der Kampagne durchführen, finden Interessierte unter www.sanieren-profitieren.de. Die DBU fördert die Kampagne mit fünf Millionen Euro und will bis 2011 mit der bundesweiten Initiative 50.000 zusätzliche Sanierungsmaßnahmen à 20.000 Euro anstoßen. Das würde zusätzliche Investitionen von einer Milliarde Euro für das Handwerk bedeuten. Dadurch sollen jährlich rund 135.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden. „Haus sanieren – profitieren“ ist eine der größten Kampagnen in Deutschland - inzwischen organisieren mehr als 200 Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Fachverbände Seminare für ihre Betriebe. Die Partnerbetriebe können etwa nach Routinearbeiten an Ein- und Zweifamilienhäusern Gutscheine für den kostenlosen Energie-Check verteilen und ihre Kunden mithilfe des unabhängigen DBU-Infomaterials beraten.

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