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04.03.2010
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Entdecker-Wettbewerb: Vier Beiträge aus Baden-Württemberg gewinnen Preise
Zwei erste Plätze und zwei dritte Plätze gehen in den Südwesten – Anmeldungen für Wettbewerb 2010 jetzt möglich
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"Das Alpine Steinschaf darf nicht aussterben - ein Projekt zum Erhalt einer einheimischen Schafrasse": Mit diesem Beitrag belegt Isabelle Ketterle aus Zell unter Aichelberg im DBU-Wettbewerb "Entdecke die Vielfalt!" den ersten Platz unter den Zehn- bis Zwölfjährigen in der Kategorie „Verantwortlich handeln“.
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Bei der Arbeit: Die Klasse 6a der Lerchenrainschule in Stuttgart hatte im Walsertal touristische Wege saniert.
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Die Eigeninitiative der Schüler beeindruckte die Jury: Die Planet Erde-AG der Realschule Löffingen.
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Das „Schulgarten-Team“ des Eduard-Spranger-Gymnasiums in Filderstadt baute unter anderem Nisthilfen für Wildbienen.

Osnabrück. Vielfalt-Entdecker waren gesucht – die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat rund 1.400 gefunden: Zum zweiten Mal waren Kinder und Jugendliche aufgerufen, sich am bundesweiten DBU-Schüler- und Jugendwettbewerb „Entdecke die Vielfalt!“ zu beteiligen. Eine hochkarätige Jury hat die 86 Beiträge zum Thema biologische Vielfalt jetzt in den beiden Altersgruppen der Zehn- bis -Zwölfjährigen und der 13- bis 16-Jährigen bewertet. Gleich vier Hauptpreise gehen nach Baden-Württemberg: Isabelle Ketterle aus Zell unter Aichelberg und die Klasse 6a der Lerchenrainschule in Stuttgart räumten für ihre Beiträge jeweils erste Plätze und damit je 1.000 Preisgeld ab. Das Eduard-Spranger-Gymnasium in Filderstadt und die Realschule Löffingen belegten dritte Plätze und dürfen sich über jeweils 300 Euro freuen. Anmeldungen für den Wettbewerb 2010 sind jetzt auf der Internetseite www.entdecke-die-vielfalt.de möglich.

Brickwedde: "Großartig, mit wie viel Kreativität und Methodik die Schüler an das Thema herangehen"

DBU-Generalsekretär und Juror Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde zeigte sich vom Engagement beeindruckt: „Es ist großartig, mit wie viel Kreativität und Methodik die Schüler an das Thema herangehen und das Wettbewerbsthema von unterschiedlichen Seiten beleuchten.“ Ob Bewerbungen als Einzelperson, Gruppe oder ganze Schulklassen: Die biologische Vielfalt sollte während des bundesweiten Wettbewerbs „unter die Lupe genommen“ werden – sowohl zu Hause wie auch weltweit. Zur Auswahl standen die Kategorien „Natur erforschen“, „Verantwortlich handeln“ und „Kreativ kommunizieren“ in den Altersgruppen zehn bis zwölf Jahre und 13 bis 16 Jahre. Die Kinder und Jugendlichen installierten zum Beispiel Nistkästen, pflanzten Walnussbäume in China, bauten Wanzen- und Pflanzenbeete oder schrieben ihr eigenes Musical.

Vier von 18 Hauptpreisen gehen nach Baden-Württemberg

Gleich vier von insgesamt 18 vergebenen Hauptpreisen gehen nach Baden-Württemberg: Isabelle Ketterle aus Zell unter Aichelberg belegt den ersten Platz unter den Zehn- bis Zwölfjährigen in der Kategorie „Verantwortlich handeln“. Das Mädchen setzt sich bereits seit mehreren Jahren für den Erhalt einer aussterbenden Haustierrasse ein. Die Fachjury überzeugte sie mit ihrem Wettbewerbsbeitrag „Das Alpine Steinschaf darf nicht aussterben“ vor allem durch ihre anhaltende Eigeninitiative.

Lerchenrainschule in Stuttgart: Wegesanierung im Walsertal

In derselben Kategorie und derselben Altersgruppe geht der zweite Platz an die Klasse 6a der Lerchenrainschule in Stuttgart. Im Walsertal hatten die Schüler im Rahmen einer Projektwoche die touristischen Wege saniert, sodass die Wanderer in Zukunft diese und nicht das umliegende Hochmoor nutzen. Die Jury würdigte den Einsatz der Schüler, bei dem sie eine Woche auf ihre gewohnten Lebensbedingungen verzichtet und sich für den Schutz der biologischen Vielfalt eingesetzt hatten.

Planet Erde-AG aus Löffingen: "Natur entdecken - Welt retten"

Ebenfalls in der Kategorie „Verantwortlich handeln“ geht der dritte Platz unter den 13- bis 16-Jährigen an die Planet Erde-AG der Realschule Löffingen. Die Projektgruppe besteht aus 13 Jugendlichen, die sich bei diversen Einzelaktionen und Exkursionen in der Natur für das Wohlergehen „ihres Planeten“ einsetzen. Ein großes und langfristiges Projekt ist die Pflege von mehr als 30 Nistkästen im Stadtwald, die sie nach 30 Jahren von einem Ehepaar aus dem Ort übernahmen. Die Jury anerkannte die Eigeninitiative der Schüler und hob die vielfältigen Einsatzbereiche hervor, in denen sie sich engagieren.

Eduard-Spranger-Gymnasium in Filderstadt: vielfältige Nutzung des Schulgartens

Das „Schulgarten-Team“ des Eduard-Spranger-Gymnasiums in Filderstadt belegt einen dritten Platz in der Kategorie „Natur erforschen“ in der Altersgruppe 13- bis 16-Jährige. Seit vier Jahren kümmert sich das aus mehreren Jahrgangsstufen zusammengesetzte Team um die Neugestaltung des Schulhofs. Die Älteren, die den Garten mit angelegt haben, betreuen heute die jüngeren Schüler. Genutzt werden die Flächen auf vielfältige Weise: Mit den selbst angebauten Kartoffeln wurde zum Beispiel ein „Tolle-Knolle-Fest“ gefeiert. Ein Insektenhotel und ein Teich bieten neue Lebensräume für Tiere. Schnittlauch und Petersilie aus der Kräuterspirale finden Verwendung in der Schulmensa. Die Jury lobte den Gemeinschaftscharakter des Projekts, der die Schüler auch untereinander motiviert.

Sonderpreis der GTZ

Insgesamt hat die Jury 18 Hauptpreise vergeben. Die Plätze eins bis drei pro Kategorie und Altersgruppe sind mit je 1.000, 500 und 300 Euro ausgestattet. Einen Sonderpreis hatte die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) gestiftet.

Kategorie "Verantwortlich handeln": Auszeichnungsveranstaltung in der GTZ-Zentrale  

Die Erstplatzierten werden in ihrem Heimatort ausgezeichnet, die Gewinner der Plätze eins bis drei der Kategorie „Verantwortlich handeln“ während einer Veranstaltung in der GTZ-Zentrale. Im März startet der Wettbewerb erneut. Anmeldungen sind schon jetzt auf der Internetseite www.entdecke-die-vielfalt.de möglich.

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