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Deutscher Umweltpreis 2003 - Hermann-Josef Schulte | Stichwort: Neuartige Rußpartikelfilter

Rußpartikelfilter für Diesel
Hermann Josef Schulte
Präsentiert den Partikelfilter aus Sintermetall: Hermann Josef Schulte

Hermann Josef Schulte wurde mit dem Umweltpreis 2003 für seine einzigartige Pionierleistung in der Forschung und Entwicklung umweltfreundlicher Abgastechnologien für den Fahrzeugbau ausgezeichnet. Die Firma HJS hat als höchst innovatives mittelständisches Unternehmen mit Filtersystemen für die Automobilbranche national wie international Meilensteine gesetzt

Neben der gesamtunternehmerischen Leistung von Hermann Josef Schulte würdigt die DBU im Besonderen die Entwicklung eines Partikelfilters für Dieselmotoren, der wartungsfrei und verlustarm betrieben werden kann und die bauartbedingten Nachteile herkömmlicher keramischer Filter vermeidet. Durch intensive Arbeiten hat HJS ein spezielles Material entwickelt, ein poröses Sintermetall, das aus einem mit einem Pulver beschichteten leinenähnlichen Drahtgewebe besteht. Durch die überlegenen Materialeigenschaften ergeben sich besondere Betriebsvorteile, wie etwa geringeres Gewicht und weniger benötigter Bauraum, ein doppelt so großes Speichervolumen von Asche und eine längere Haltbarkeit. Außerdem ist der Wertstoff Metall wiederverwertbar, wohingegen Keramikfilter als Sondermüll entsorgt werden müssen.

Der Abgasnachbehandlung kommt bei Dieselmotoren die zentrale Rolle zu, vor allem einer weitestgehenden Verringerung des Ausstoßes von inhalierbarem Schwebstaub, der Krankheit und Tod durch Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorrufen kann. Partikelfilter verringern den Ausstoß fester Schadstoffbestandteile aus Dieselmotoren um über 95 Prozent.

Mit dem HJS-Dieselpartikelfilter ist es möglich, schon heute die Partikelgrenzwerte der Euro 5 (ab 2010) zu unterschreiten und ein sehr hohes Maß an Kleinstpartikeln zurückzuhalten. Die von HJS entwickelte Sintermetalltechnologie verringert die Umweltbelastung durch Dieselruß deutlich. Die HJS-Filter erhöhen die Chancen auf einen vermehrten Einsatz dieser Technologie in einem wachsenden Markt von Dieselfahrzeugen.

Die Aktivitäten des Unternehmens in Fragen der Entgiftung von Kraftfahrzeugabgasen sind über viele Jahre hinweg ausgesprochen bemerkenswert. Erfolgreich sind von HJS als ehemals erstem Anbieter in den 80er Jahren Nachrüstkonzepte für Drei-Wege-Katalysatoren entwickelt und vermarktet worden. Heute habe HJS 260 Katalysatorarten für 600 verschiedene Kraftfahrzeugtypen im Programm, die über 80 Prozent aller Bedarfsfälle abdeckten. 

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