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Deutscher Umweltpreis 1997 - Prof. Dr. Bernhard Ulrich | Stichwort: Ökosystem Wald

Forschung zum Verständnis des Ökosystems Wald
Professor Dr. Dr. h.c. Bernhard Ulrich
"Heute gibt es europaweit ein Messnetz zur langfristigen Kontrolle der Entwicklung von Waldökosystemen, das auf dem ausgezeichneten Forschungsansatz beruht. Im Umweltmanagement sollte man durchaus noch häufiger davon Gebrauch machen."

Das Waldsterben in seiner gesamten Komplexität konnte lange nicht wissenschaftlich exakt beschrieben werden. Der herausragenden, über 30-jährigen Arbeit von Professor Dr. Bernhard Ulrich, ist ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge zu verdanken. Seine Untersuchungen über die Stoff- und Energieeinflüsse in Wäldern gelten als Grundlage für die moderne Ökosystemforschung. Professor Ulrich hat als einer der Ersten wissenschaftlich erwiesen die Gefahr für die Wälder durch von Menschen verursachte Umweltverschmutzung erkannt und öffentlich davor gewarnt. Er hat den Wald nicht als Summe seiner Bäume, sondern als Ökosystem mit vielen ineinander greifenden Prozessen verstanden.

 

Die Arbeit von Professor Ulrich begann mit Untersuchungen von Waldbeständen in Solling. Sie hat gezeigt, dass Böden nicht – wie bis dahin angenommen – statische, sondern sich verändernde Systeme sind, die zum Teil sehr empfindlich auf gewollte und ungewollte Eingriffe des Menschen reagieren. Seine Ergebnisse waren eine wichtige Basis für die Verschärfung von Luftreinhaltemaßnahmen. So war die Forderung von Professor Ulrich nach Verminderung des Schwefelsäureeintrages aus der Luft eine wichtige Grundlage für eine beschleunigte Vorbereitung und Verabschiedung der Großfeuerungsanlagenverordnung 1993. Auch die Einführung bleifreien Benzins wurde durch seine Arbeiten zum Schwermetalleintrag in Böden beschleunigt.

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